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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Heberförmiger Überfall. 251

Ersteres geschiehet durch die Überfälle, und wo es nöthig, mit Beyhülfe der^rulldabznge, so wie letzteres durch diese allein. Als Überfall würkt der Heber!ü«r schwach, bis der Wasserspiegel des Canals ig Zoll überhöhet ist, welches,st» lange es nur irgend zu vermeiden, man nicht zulassen kann, und wenn die!Überfälle nicht hinreichen, diesen Überfluß abzuführen, so wird man bey Zeiten!öle Gcuudabzüge zu Hülfe nehmen: die doch immer würksamer als der Heber--°bzug flnd. Vermöge seiner Conflruction, werden auch die zn verwendende Ko-ste« fafl größer, als die eines Überfalls und Grundabzugs seyn. Dieses istteilte unmaßgebliche ^Meinung von dieser Erfindung, die vielleicht bey andernGelegenheiten mit Stutzen anzuwenden fleht.

Ich muß hier noch erwehrten, daß der Herr Bellidor tz. n43- anräth, anStellen, wo es alzu unbequem ist, unter dem Schlauch des Canals, eine ge-dauerte Wasserleitung durch zu legen, und wo des TLassers nicht zu viel ist,hölzerne Röhren von 10 Zoll quadrat im Lichten durch zu führen. Ich mag"ber dieses Mittel nicht empfehlen, weil sie sich bald verstopfen, und von nicht8ar langer Dauer seyn würden. Und mit welchen Umständen müßte alsdann'hre Ausbesserung lind Erneuerung nicht begleitet seyn?

§- r82.

Auf die vorbeschriebene Weise, füruemlich Wenn, Wie bey der Wässerter-,von Mesuran, ein hinlänglich Gefalle vorhanden, könnte man durch Ver-.Ehrung der Anzahl der Wasserleitungen, und durch die Vergrößerung ihres!

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Urchschnitts, ansehnliche Bäche unter dem Canal durchführen. Wenn aber.' Canal mit Beybehaltrrug seines Wasserspiegels, nicht allein über dem nie-,^8 liegenden Fluß, sondern auch durch das Thal, in welchem derselbe fließt,hrt und erhöhet werden muß: so ifl es in alle 2Vege vortheilhast, den-

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wittcifl einer Brückwa-sserleitung, seinen Abfluß unter dem Canal her-zu verschaffen. Die Arormalbreite des Flusses bestimmt die Anzahl und-

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^ Weite der Bögen, das Gefälle und die! Anschwellung der er ausgesetzt;-^ Höhe, uyd der Durchschnitt des Thals, die ganze obere Länge der Brück--^sterleimng. Ifl der Fluß schiffbar, so muß in Ansehung der Breite der"Le«, and besonders wegen ihrer Höhe, darauf Rücksicht genommen werden,.

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