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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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252
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2Z2 Dreyzehnter Abschnitt.

damit die Schiffe den Fluß ungehindert befahren, und wenigstens mit niederge-legten Masten unter dem Canal durchgehen können.

Unstreitig stnd diese Werke unter die wichtigsten zu rechnen, die bey derAnlage eines schiffbaren Canals vorkommen, und eben deswegen muß auch vot-her alles wohl abgewogen, abgemessen, der Erdboden untersucht, die Kostetvorläustg berechnet, auch mit andern Veranstaltungen, die zu gleichem Zwe^führen, verglichen und reistich überlegt werden. Wir haben schon bey der Ab-schreibung der Fahrt, durch den Orb<Fluß gesehen, mit wie vielen Schwierigekeilen und Beschwerden solche verknüpft ist, und wie gerne man ste, auch felbßmit einem größer« Kostenaufwand, vermieden hätte. Hier war noch dabey detFall, daß man zwar von der Höhe von Fouserane, durch Schleusen in delüOrb herunter gehen mußte, aber auch alsdann nicht nöthig hatte, auf der a»*dern Seite wieder hinauf zu steigen, als welches außerordentlich kostbar, u»dwenn man auch die Wafferverschwendung nicht rechnet, so würde doch d>cFahrt dadurch sehr unbequem werden, und vielen Zeitverlust verursachen.

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Daß man gleich beym ersten Entwurf znm Übergang des Thals die StelleWählt, wo solches am engsten und bequemsten zu pafstren, ist leicht eiuzusehc»,und oft ist noch Gewinn dabey, wenn man selbst diesen Platz durch einem kill'zen Umweg zu erreichen sucht. Am dauerhaftesten wird zwar jede Brückwasst^leitung, wenn solche ganz von Mauerwerk erbauet wird, und wenn der Über-gang nicht sehr lang, ist es auch anzurathen. Sollte aber Lab. XVI.Thal L V Fig. 7. und g. etwa 170 und mehrere Fuß breit seyn, der Ba^der darin heraus läuft, aber nur etwa 20 bis Zo Fuß Breite haben, mich'"rmr ein oder zwey Bogen nöthig, auch in der Nähe, Thon oder kleyarEund andere gute Erde zu haben seyn; so kann vieles erspart werden, wenn ^bloß die Brücke 6 II, den Bogen I H, und die Einfassung des Canals C, ^weit die Widerlagen und die Ziehpfade reichen, nach dem Durchschnitt Figvon Mauerwerk aufführt, die übrigen Längen L o und V H Fig. 7. und 3 -aber, nach dem Durchschnitt Fig. 9., von guter wohlgestampfter Erde bisHöhe des Canalbodens aufbringt; an beiden Seiten den Canal I., mit Därü'