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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Brücken über dem Carml.

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Drer Ursache/ warum eine Brücke gebauet wirb, bestimmt ihre obere Tab. XVIbreite. Gehet züB. eine große sehr besuchte Landstraße darüber, so muß solcheso breit seyn, daß zwey große beladene Wagen einander gemächlich ausweichenkönnen, und hiezu werden mit Einschluß der Brnstmanctn 24 Fuß nothwendigsoyN; unter andern Umstünden wird, wie hier Fig. IZ. bey sg cs, 16 Fuß, und*0en,r sie nur zu ökonomischem Behuf anzulegen ist, 1.4 und 12 Fuß hinreichen.

Die Brustmauern r sind 2b Fuß hoch und 1 Fuß dick, die Deckplatten undder Cordon stehen Z Zoll vor. Da ^ L Fig. ii. die Höhe des Erdbodensandeutet, der 8 Fuß über dem Wasserspiegel des Canals angenommen ist, dasPflaster s Fig. rg. der Brücke aber, ohne die Bombirnng von Z Zoll, in derO^ikkc noch 7 Fuß höher liegt; so kann man demselben von r bis u Fig. n,

2 Fuß Gefalle geben, welches aus 24 Fuß Länge nicht zn viel ist. Zu dieserDichtung fällt nun der Wieg nach v bis zum natürlichen Boden herunter, undbekömmt an beiden Seiten eine von guten Nasen ausgesetzte Abdachung, die sich60 Fuß von u verliert. v x bleibt demnach noch i4 Fuß 'hoch, die inzweg Abdachungen, mit einer Bank ^ von 4 Fuß Breite vertheilt stnd: unddiest's bestimmt die- Länge der Flügel x s von ig Fnß. Die ganze Länge derdrücke ist also 60 Fnß, und so weit muß solche auch gepflastert werden, wie8>g. 14. zeigt. Füg. in. enthält den Grundriß des Rostes der linken B2ider-^gsmauer und deren Flügel. Unter der ersten bestehet derselbe von e b bis

2. aus Ancr- und Langebalken, die aus Grundpsählen rnhen, und zwischen den

^Mgcbalken ist eine Bebohlüng, welche bey Z. Fig. n. zu seheü. Die Flügel,^klche mit zwey 6t Fnß breiten lind 4^ Fnß hohen Absäßen bey 4. und 2. hin'-^s steigen, haben einen, einfachen Nost, dessen Grimdpseihle mit der Handramme^^^geschlagett werden können, wenn der Boden nur mittelmäßig fest ist. Won^ k'ig g wird eine Kernwand von 4 Zoll dicken eichen Bohlen heraus geschlä-und überhaupt bey dieser Gründung alle schon erwähnte Vorsicht ange-

Ll,

and. Die iZLe Figur legt den Grundriß des Munerwerks dar, und zeigt so°Uklich, wie solches aus Quader, Backstein und Felsenstein zusammen gesetzt, und

einem dauerhaften Ganzen verbunden ist, daß es wohl keiner weiter» Er-^ung bedarf; wenn besonders der Durchschnitt Fig. i5-, nach der Breite derdrücke, dabey zu Rache gezogen wird. Ich habe hier angenommen, daß die