Buch 
Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
Entstehung
Seite
262
JPEG-Download
 

262

Vierzehnter Abschnitt.

Tab.XVI. Widerlagen und der Bogen inwendig mit Quader, die Flügelmauern abdr uutBacksteinen verkleidet sind. Hat man gute Backsteine, und sind die L>nadektheuer, so sasi'e man die Stirnen der Gewölbe, so wie die Ecken der TLiderl^gen und der Zichpfadsmauer, mit Quader ein, und bekleide alles übrige lM^-den besten und ausgesuchtesien Backsteinen. Bis zur Höhe des Zichpfadce/.mnßckwlles Quader- und Backsieinmansrwerk mit Terrasmörtel, das Übrigeaber mit ordinaixcm Kalk gemauert werden. Die iqte Figur zeigt, wierechte Halste der Brücke mit ihrem Psiasier und Brusimauern r n van obenzusehen, und wie die bis zur Breite des Eanals sich erweiternde Abdachung^der Äser 2 ^ rv, und die des Zugangs u v, im Grundriß erscheinen. .

§- i89.

Aus dem Gesagten wird man von selbsi bemerken, daß diese Art Brückteigentlich nur da mit Vortheil anzulegen sind, wo der natürliche Boden gmehrere Fuß' über den Vckasiersinegel des 6 a n als erhaben liegt. Am besieil iees, wenn ersierer mit der Höhe des Schlußsieins zusiimmk, damit der Ablw>'§.t v, wie die punktirte Linie 6 v Fig. n. ergiebt, nahe am Ende der Brücke nauf dem natürlichen Boden verliere. Auch ist es augenfällig, daß wegenZiehpfades der Brückenbogen eine Breite und eine Höhe erhalten muß, dieDurchgang der beladencn Schisse überflüssig isi, und daß dadurch die Bar>^sten sehr vermehrt werden. Alles was man dadurch erhält, isi eine ganz ls'

,ringe unverhältnißmäßige Bequemlichkeit, blos für dem Schisier; der sonsi,wie es in Holland und in mehreru Ländern gebräuchlich isi, sobald er ^Brücke nahe kommt, die Zuglinie, die mit einer Schleuse an einem anZugstange befindlichen eisernen gekrüimuterr Haken hängt, abnimmt, nnd in^der, welcher das Zugpferd leitet oder wie gewöhnlich reitet, etwas langsam ^gehet, solche über die Brücke folgen läßt, sie jenseits wieder ergreift, ntü ^ihren Haken aufhängt. Durch dieses ganze nnd an sich leichte Manöver,die Fahrt fast nicht eine Minute aufgehalten. Ich kann deswegen diese r"theuer bezahlte unerhebliche Bequemlichkeit nicht anrathen, noch wenigerich dergleichen selbsi anlegen. Man betrachte nur Fig. 11. den Untersch'^ ^Qsimuug unter der Brücke, so wie solche mit punktirter Linie angegeben '''