Kostenanschlag. 335
G e n e r a l a n s ch l a g '
der sämmtlichen Kosten, welche die Ziehung des.Ruthen langen Canaks,
Zwischen dem Siebestuß bey Albstadt, und der Lora bey Nosdorf, nebst allen
dazu- gehörigen Werken erfordert.
Haupt-
anschläge.
^Vagina.
jRukhcn.j Rthlr. ,Mgr-I Pf.
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Die Eanalstrccke von der Schleuse I. bi'o II, . . .u. s. lv.
89ä
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Diesem Generalanschlage der gesgmnitett Kosten, muß aber, bevor dessenSumme gezogen wird, noch ohngesähr 3 bis 4 vorn Hundert seines Ertrageshinzugefügt werden; weil noch viele Ausgaben, als für die Direction der Arbeit,Baggerprahmen, Schiffe, Arbeitschoppcn, Ableitungsgraben n. s. w., vorkom-men, die in den besondern Anschlägen nicht ausgeführt stnd.
233.
Ich habe schon gesagt, daß der Hauptgegenstand eines solchen Unternehmens,der Nutzen seyn müsse, welchen die Unterthanen oder der Staat dadurch er-langet; und daß das Privatinteresse des Landesherrn, nur als eine Nebensacheanzusehen. Es könnte aber der Fall seyn, daß zwey an beiden Enden des Ca-Nals oder ohnweit demselben gelegene Handelsstädte, oder auch ein fremdes Com-Merzium den direkten, gewissen und größten Vortheil davon zöge, der Fürst unddessen Land aber nur einen geringen, indirekten und vielleicht ungewissen Nutzendavon zu hoffen hätte. Der Fürst kann Sinn für dergleichen große Unterneh-mungen haben, die ihm zum Ruhm gereichen und sein Andenken bey der Nach-welt verewigen, und deswegen geneigt seyn, die Sache nicht allein zu befördern,sondern ste auch auf seine Kosten ausführen zu lassen, wenn es ohne sehr große^llifvpserung geschehen kann. Dieses vorausgesetzt, wollen wir den allgemeinenVortheil eines schiffbaren Canals, mit den zu verwendenden Kosten vergleichen,*Md sowohl die Sicherheit der Auslage, als. auch des Bestandes, dieses großenUnternehmens prüfen. Hiezu müssen wir aber folgende Data annehmen: daß