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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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Einrichtung der Eanalarbcit. ZO

jum weiter» Verfügen. Auch liegt ihm ob, die Arbeiter zu vertheilen, mit denOlottmeißern die Verdinge zu machen, und unter seiner Aufsicht das Ausmcssen^r geschehenen Ausgrabungen durch dem Cönducteur vornehmen zu lassen. Erhchet darnach, daß die Schablonen zu den Böschungen des Canals gehörig^nfgesiellt werden; wo in beträchtlicher Tiefe auszugraben isi, ordnet er die An-»cchl und Richtung der Ausfahrten an, besorgt die Ableitung oder das Aus-schöpfen des Grundwaffers, damit die Arbeiter so wenig als möglich im TLasisiehu, und läßt Dämme schlagen oder dnrchsiechen, so wie es zum Fortgang^'r Arbeit erforderlich isi. Bey dem hin und wieder vorzunehmenden AufsetzenUfer mit Keilsoden, oder Bcsesiigung derselben mit einfachen oder doppelten3äuncu, sucht er einen Verding auf Längenruthen mit dieser Arbeit kundigenWirten zu treffen; ja selbst, wenn es möglich/ auch den Ziehpfad in VerdingZachen zu lassen.

Die in ihrer Infpection etwa vorkommende specielle Messungen, Abwä-gungen und Abschrotungen verrichtet der Ofsicicr wo möglich selbsi, entwirft dieisciehiittligen, doch nur im Brouillon, legt solche dem Directcur zur Nachsicht^^r, und läßt sie, wenn es nöthig, durch den' ihm zugegebene» Cönducteur ins^eine arbeiten.

Bey dem Bau der Schleusen und anderer Wafferwcrke, wenn derenHehr als einer zugleich vorgenommen wird, sollte, wenn sie von einigem Um-sänge sinch bey jedem ein Con'duÄeür angesiellt seyn, der unter dem Befehl undLeitung des Ofsiciers die Aufsicht führt, und dem ein Unterauffeher zuge-geben isi. Alle Mauer- und Zimmermeisier nebsi ihren Gesellen siehe» in dem,^as die Arbeit angeht, unter dem Befehl des Ofsiciers, der sie zum Fleiß und"Echkiger Arbeit anhalten känn. Die Klugheit wird" es aber erfordern, mit die-Lenken etwas behutsam zu verfahren; und furnemlich sich an die Meister znkalken, daß sie für die gute Aufführung ihrer Gesellen haften, und die schlechtenh't guten und tüchtigen vertauschen. Auch siehet es denen Ofsiciers frey, un-shißige, unverbesserliche Arbeiter, Säufer, Zänker, Raisonneurs und sogenannte'^'siigmacher, die gemeiniglich nicht allein für sich selbsi faul sind, sondern auch^'gleich ihre Mitarbeiter von der Arbeit'abhälteü, ohne Weitere Ltnisiandc fo-s^tk zu entlassen.