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Die Flora der Schweiz : mit besonderer Berücksichtigung ihrer Vertheilung nach allgemein physischen und geologischen Momenten / von A. Moritzi, Professor der Naturgeschichte an der Höhern Lehranstalt in Solothurn
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Violaceae.

Kräuter und Sträucher mit einfachen entgegenge-setzten oder abwechselnden Blättern.

XXXIX. Familie.

Violaceen (fiolaceae).

Kelch ätheilig: die Theile meist nach hintenverlängert. Krone 5blä(lcrig, regelmässig oder(was hei unsern der Fall ist) unregelmässig: dasunterste Blumenblatt gespornt. Slaubgefässc 5mit kurzen Fäden und langen, zusammenneigen-den Staubbeuteln. Ovarium frei mit einemGriffel und verschieden gestalteter Narbe. Fruchteine einfächerige, Sklappige Kapsel mit 3 wand-ständigen Placenlen. Samen mit geradem Keimund fleischigem Albuinen. Bei uns sind dieViolaceen kleine Kräuter mit abwechselnden Blät-tern und freien Afterblältchen. Sie sind unschäd-lich, gereichen aber auch dem Menschen zu kei-nem besondern Vorthcil. Sie finden sich in dengemässigten und heissen Zonen.

Yioln.

Kelchtheile nach hinten in Anhängsel ausgehend.Krone unregelmässig: das unterste Blumenblattgespornt. Staubfäden breit, flach, zu einem Cy-linder vereinigt.

f Veilchen. Violae martiac der Alten.

Blumen einfarbig, violett oder durch Albinismus weiss.

Narbe schnabelförmig gekrümmt.

1. Y.pinnataL. Stengellos. Blätter vielfach getheilt:Lappen 2özähnig. 5". Auf steinigen Stellen des Kalk-gebirgs, gewöhnlich in der alpinen und subalpinen Ke-gion , jedoch auch tiefer wie am Calanda, etwas oberhalbFelsberg. Im Wallis über Zerrinatt, Gundo, auf dem