Buch 
Die Flora der Schweiz : mit besonderer Berücksichtigung ihrer Vertheilung nach allgemein physischen und geologischen Momenten / von A. Moritzi, Professor der Naturgeschichte an der Höhern Lehranstalt in Solothurn
Seite
609
JPEG-Download
 

Graniiueae.

C.09

daher grösser als bei der vorangegangenen. V. 2J. Aufsteinigen Stellen in Wallis. Verhält sich sonst wie du-riutcula L.

8. F. heterophylla I.am. Bispe sehlafT, zusammengc-zogen. Achrchen ASbluinig. Borsten so lang oder kür-zer als die Spelzen. Wurzelblätter weich, grasgrün, bor-stenfürinig, die des Stengels flach (wenigstens an derBasis). Nähert sich stark der / . oi-ma, von der sie alsSehattenform angesehen werden kann. l'/22. Sommer.2J. In Walderil. Bei Basel, Genf und in der Waadt;wohl auch noch an andern Orten.

9. F. rubra L. Bispe schlaff, zusammengezogen. Aehr-

chen meist Sblumig. Borsten kurz oder so lang als dieSpelzen. Wurzeiblälter (vielmehr die Blätter der unfrucht-baren Blattbüschel) borstenförmig, (wie alle vorgehenden)der I.änge nach gefaltet. Ilalinblatter flach. Von derWurzel gehen Ausläufer aus, die schlaffe Basen bilden,tV2 2'. 2J. Mai und Juni. In Wiesen, auf grasreichen

Weiden, an Waldrändern durch die ganze ebene Schweiz.Von dieser Art ist die vorige kaum zu unterscheiden.Ilieher ist auch die F. niyrescens Lam. als alpine Formzu ziehen, die sich durch violett und gelblich geschäckteAehrchen auszeichnet und im Jura wie in den Alpen ge-funden wird.

10. F. i-aria Ilaenkc. Bispe zusammengezogen, miteinzeln oder paarweise stehenden Aesten. Aehrchen5Sblumig, mit kurz borstigen oder unbewehrten Spel-zen. Alle Blätter borstenartig, ziemlich steif. Züngchenlänglich. Wurzel faserig, rasenbildend. 12'. 2J. Sommer.Auf alpinen Weiden, jedoch selten. Im Bagne- und Ni-colai-Thal in Wallis und oberhalb Andermatt im Ursern-Thal. Ilält sich in der Schweiz an das Lrgebirge.

11. F. pumila Yill. Bispe etwas abstehend, aufrecht,

mit einzeln oder paarweise stehenden Aesten. Aehrchen3 Ablumig, mit kurzen Bürstchon und fast immer violettund gelblich geschäckt mit Mctallglanz (was übrigens auchbei andern Gräsern in der alpinen Begion statt findet).Ovarium oberhalb behaart. Blätter steif, borslenförmig.Wurzel oben gelheilt, viele Blatlhüschel und Halme trei-bend. 8". 4. Sommer. Auf subalpinen und alpinen

Moritzi. Qrt