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Die Flora der Schweiz : mit besonderer Berücksichtigung ihrer Vertheilung nach allgemein physischen und geologischen Momenten / von A. Moritzi, Professor der Naturgeschichte an der Höhern Lehranstalt in Solothurn
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Gramineac.

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von den Blüthenspelzen (aud» gedroschen) cingeschlossen.Axe an den Artieulationen brüchig (so dass, wenn inanein Aehrchen abreissen will, der ganze obere Tlieil derAehre mitkommt). Aehre parallel zusammengedrückt.Spelzen abgeslulzt, Szabnig. ln der mittlern und ost-lieben Schweiz die am häuligstcn angebautc Getreideart.

T. rfiroccum Schrank. Amtrkörn. Emmer. Ka-ryopsis und Aebrenaxe wie oben. Aehre von der Seiteoder entgegengesetzt zusunimengedrüekt, d. h. die breitemAehrenseiten sind nach der Schneide der Aebrenaxe ge-richtet. Allgemeine oder äussere Spelzen schief abgestutzt,in eine Spitze ausgehend. Wird bei uns nicht selten,besonders in bergigen Gegenden angebaut. Gedeiht bis5500' ii. M., besonders auf der Südseite der Berge.

T. monococcum L. Einkorn. Karyopsis und Aehrcn-axe wie beim Spelt. Aehre entgegengesetzt zusammen-gedrückt. Allgemeine Spelzen an der Spitze zweizähnig.Ebenfalls hie und da in Berggegenden angebaut. Bei Basel,Zürich, Bern, in Wallis. Ist die schlechteste Weizenart.

Lolium.

Aelirclien in den Ausbiegungen der allgemeinenAehrenaxe sitzend , nicht breiter als dieselbe, weilsie ihr die eine Seile und nicht wie beim Weizendie breite Fläche zukehren. Nur e i n e allgemeineSpelze.

f. I.. perenne L. Englisch Raygras. Aehrchen ge-wöhnlich länger als ihre allgemeine Bracteenspelze, un-begrannt oder mit kurzen Spitzeben. Aus der WurzelHalme und unfruchtbare Blattbüschel. 12. 2J. Sommer.In Wiesen und an Wegen ungemein häufig durch das ganzeLand. Ist ein gutes Eultergras und gibt schöne Basen.

2. L. mulliflorum Lam. Italianischcs Rayyras. Aehrchen15SObluiuig , 2 ömal länger als die Bracteenspelze,begrannt. Aus der Wurzel Halm und unfruchtbare Blatt-büschel. 2J. 2. Sommer. In Wiesen, Aeckern, an

Wegen und dergleichen Stellen durch die ganze ebeneSchweiz , manchmal in Menge. Ebenfalls ein gutes Futter-gras. Bald sind alle Blüthen begrannt, bald bloss dieobern. Steht dem vorigen sehr nahe, mit dem es auch