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Handbuch der Oryktognosie : zum Gebrauche bei seinen Vorlesungen und zum Selbstunterricht : mit besonderer Berücksichtigung der oryktognostischen Verhältnisse des Grossherzugthums Baden / entworfen von Fr. August Walchner
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ERSTE ABTHEILUNG

Oryktognosie.

§ e-

Gegenstand der Oiyktognosie sind nur die ein-fachen, ungemengten Mineralien. Wir nennen einungemengtes Mineral ein solches , hei welchemweder durch das bewaffnete Auge , noch durchAnwendung mechanischer Trennungsmitlel, ver-schiedenartige Theile wahrgenommen werden kön-nen. Das gemengte Mineral , welches aus einerVerbindung mehrerer Mineral-Individuen von ver-schiedener Beschaffenheit besteht, ist Gegenstandder Geognosie. Zuweilen sind die verschiedenarti-gen Theile hei einem gemengten Minerale so innigverbunden, und die Gemengtheile so klein, dassnur die chemische Untersuchung gehörigen Auf-schluss gibt. (Basalt, Serpentin, Erlan.)

§ 7 . _

Die Mineralien fordern eine andere Behand-lung als Pflanzen und Thiere. Diese werden vor-zugsweise nach ihren äusseren Beschaffenheiten,nach ihrer Form , betrachtet, und nach diesergeordnet. Das Innere, die chemische Constitution,wird in der Naturgeschichte der Pflanzen undThiere wenig beachtet, und sie wird namentlichnicht hei der Eintheilung der lebenden Natur-körper berücksichtiget. Der Grund dieses Verfall-