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Handbuch der Oryktognosie : zum Gebrauche bei seinen Vorlesungen und zum Selbstunterricht : mit besonderer Berücksichtigung der oryktognostischen Verhältnisse des Grossherzugthums Baden / entworfen von Fr. August Walchner
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75
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Verhalten der Mineralien vor dem Lüthrohr.

ansgesetzt werden , wobei man sieh einer durchOel genährten Lampe, und des besonders modi-lizirten Lötlirohrs der Metallarbeiter , zur Her-vorbrinmme der nöthicen Hitzerade bedient, sindso bestimmt und charakteristisch , dass sie invielen Fällen entscheiden, wenn die Beschaffen-heit der Mineralien jede andere Lntersuchungunmöglich macht. Der Gebrauch des Lötlirohrsin der Mineralogie ist aus diesem Grunde , undweil man mit beinahe unwägbaren Quantitätenalle Versuche anstellen kann , die nötliig sind,um den Körper zu erkennen , den man unter-sucht, ganz unentbehrlich. Ganz besonders wichtigist der Gebrauch des Lötlirohrs für den Techniker,der mit Leichtigkeit die Beslandllieile der Mine-ralien entdecken kann , die er zu den verschie-densten Zwecken benützt , und die geringsteQuantität schädlicher Stolle darin auffindet, wenner mit demselben vertraut ist. Chemische Kennt-nisse sind dabei unerlässlich, und seihst mit die-sen bringt man es nicht dahin , aus den erhal-tenen Resultaten richtige Schlüsse zu ziehen ,wenn man sich nicht in der Anwendung desLötlirohrs eine grosse Fertigkeit erworben undviele Lötlirolir-Versuche gesehen hat. Die Er-scheinungen vor dem Lötlirolir sprechen zwaroft bestimmt und für Jeden verständlich; aberin vielen Fällen müssen die Versuche mit Fein-heit angestellt, und dann auch von einem Augebeobachtet werden, das durch vieles Beobachteneine Fertigkeit erlangt hat , feine Unterschiedewa hrzunelimen.

Berzeliis hat eine klassische Arbeit über dieAnwendung des Lötlirohrs bekannt gemacht*),wc rin mit Ausnahme einiger in der neuesten

* Jic. Berzelius, von der Anwendung des Lbthrohrs in der Chemiennc Mineralogie. Aus der schwedischen Handschrift übersetzt vonHeuig Rose. Mit 4 Kupfertafeln. Nürnberg, 1821.