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Handbuch der Oryktognosie : zum Gebrauche bei seinen Vorlesungen und zum Selbstunterricht : mit besonderer Berücksichtigung der oryktognostischen Verhältnisse des Grossherzugthums Baden / entworfen von Fr. August Walchner
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150
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i5o Manganepidot.

aufgelöst. Phospkorsalz zerlegt ihn unter Anschwellungund mit Hinterlassung eines Kieselskelettes. Mit wenig Sodischmilzt er schwer zu einem dunhlen Glase, das mit nielrSoda eine ungeschmolzene Schiache bildet.

Der Iistazit ist sehr verbreitet, und kommt im Urgehirgeauf Lagern , Gängen und in verschiedenen Gebirgsartenvor. Die ausgezeichnetsten Krystalle linden sich auf einenLager zu Arendal in Norwegen. Sie führten längere Ze.tden Namen Aren dal! t , und werden von Granat, Kalkspatb,Hornblende u. s. w. begleitet. Auf der hohen Art beiSchriessheim, kommt er, begleitet von Granat , Quarz undHornblende, in derben Massen und in schönen Kristallenvor. Auch auf Ablösungen des Syenits und Granits findeter sieh bei einhciin im Birhenauer Thale und bei Neu-stadt auf dem Schwarzwalde. Auf schmalen (Längen findet ersich mit Bergkrystall, Feldspath, Chlorit u. s. w. vorzüglichzu Bourg d Oisans und bei Allemont in der Dauphine,ferner am Gotthardt in der Schweiz , bei Viilardin , Cha-mouny u. s. w. in Piemont , bei Floss in der Oberptälz,auf den Pyrenäen. Der lose körnige (Skor/za) findet sichbei dem Dorfe Musha in Siebenbürgen. Ueberdiess hat manihn in Schweden, Schottland, Sihcrien, Nordamerica, undbereits in allen teutschen Gebirgen gefunden.

3. Art.

Manganepidot

O

A )F ]

( Piemontesischer

S +

c !

mn >

S.

Braunstein ).

Böthliehschwarz. Schwacher Glasglanz. In dünnen Split-tern an den Kanten durchscheinend , bis undurchsichtig.Härte 6.5. Sp. Gew. 3.4- Hie Krystalle sind gewöhnlichstark in die Länge gezogene, rhomboidische Prismen, mitunvollkommenen Endflächen. Bruch uneben. Derbe Stückebesitzen eine stängelige Absonderung. Strich kermesinroth.

Zusammensetzung

Thon-

erde.

Kisen-oxy d.

Mjng.ni-

oxvdul.

Kalkerde

Kiesel-

erde.

Summe.

des Manganepidot«,

nach Cordier.

15.0

19.5

12.0

14.5

33.5

94.5

Schmilzt für sich sehr leicht unter Aufkochen zu einemschwarzen Glase. \ om Borax wird er unter Brausen zueinem klaren Glase aufgelöst, das in der äusseren Flammeviolblau wird , in der inneren Eisenfarbe zeigt , und beider Abkühlung die Farbe verliert. Im Phosphorsalz schwillter an, und wird, mit Hinterlassung eines Kieselskelettes,