23a
Thon.
i. Art. Töpferthon (Porzellanthon, Pfei/enthon).
Weiss, ins Graue, Gelbliche und Grünliche; gelblichgrau,aschgrau, rauchgrau, bläuliebgrau, perlgrau und grünlich-grau. Bruch im Kleinen feinerdig, im Grossen uneben vongrobem Korne. Hängt stark an der Zunge. Fühlt sich etwasfettig an. Erhält durch den Strich einigen Glanz und färbtetwas ab. Zerfällt im 'Wasser in kleine Stücke oder zueinem lockeren Pulver. Mit wenig Wasser bildet er einenzähen, bildsamen Teig. Brennt sich weiss und hart. Schmilztin strengem Feuer an den feinsten Kanten zu einem weissenGlase, oder zu einer Schlacke.
Allgemein verbreitet. Er findet sich vorzüglich im auf-geschwemmten Lande und im Braunkohlen - Gebirge, aufLagern , die häufig von (^uarzsand begleitet sind. Seltenererscheint er auf Gängen oder Klüften älterer Formationen.Balg, Malsch, Oberweier, in der Gegend von Baden: Gross-Almerode in Hessen, Cölln, Lüttich, Sachsen, Böhmen,Frankreich, England u. s. w.
2. Art- Lehm (iMmen).
Ockergelb, gelblichgrau, leberbraun. Brennt sich roth.Schmilzt in strengem Feuer zu einer grünen Schlacke.Fühlt sich wenig fettig an. Saugt Wasser begierig ein,erweicht und zerfällt darin. Ist ■weniger plastisch als dievorhergehende Art. Enthält ziemlich viel Eisenoxydhvdrat,durch das Gefühl wahrnehmbare (^uarzkörner beigemengt,und häufig auch kohlensauren Kalk, w esshalb der Lehm mitSäure übergossen, beinahe immer auf braust.
Allgemein verbreitet. Er findet sich vorzüglich im auf-geschwemmten Lande , und in den jüngeren Kalk - undSandstein - Formationen, in mehr und weniger mächtigenLagern.
3. Art. Letten (Schiefriger Topf erlhon).
Bläulichgrau, rauchgrau und perlgrau. Schiefrig, durchbeigemengten Glimmer. Saugt Wasser in grosser Mengeein, bildet damit eine sehr zähe Masse und hält es festzurück. Fühlt sich sehr fettig an.' Enthält holilige Theilebeigemengt. Gibt beim Erhitzen alkalisch reagirendes Wasseraus. Sehr verbreitet.
Findet sich vorzüglich an den Ufern von Seen, Flüssenund in alten See- und Flussbetten. Er kommt in grosserMenge an den Ufern des Bodensees vor, namentlich amUntersee, in der Nähe des Rheins , in den Altwassern, aufRheininseln u. s. w.