Serpentin. 245
und Zöblitz in Sachsen. Er kommt übrigens noch an vielenOrten vor.
Man kann ihn v ortheilhaft /.um Reinigen und Polirenvon Glas , Metall und weichen Steinen anwenden , /.11mZeichnen auf Tuch u. s. w., zum Ausmachen von Fett-flecken, zu Schnitzwerk, zur Verminderung der Friction,zu Stöpseln auf Gefasse, die einer starken Hitze ausgeset/.twerden, u. s. w. Er hangt sich sehr fest an Glas an , sodass Schriftzüge , die man mit ihm darauf gemacht hat,seihst nach dem Abwisehen mit einem Tuche, wieder zumVorschein kommen, wenn man das Glas anhaucht.
Der in Gornw allis vorkommende Speckstein , dort Soap-rock , Seifenstein genannt , wird zur Porzellanfabricationbenützt. Er besteht nach Ki.aproth's Analyse aus Bitter-erde 20.5, Kieselerde 48,0, Wasser i5.5, Eisenoxyd 1.0,Thonerde 14.0 und ist eine Verbindung von 1 M. G. doppelt-kieselsaurer Bitlererde + 1 51. G. einfach kieselsaurer Thon-erde 2 M. G. Wasser = Mg S 2 + A S + 2 A<pDemzufolge würde der Seifenstein von Gornwallis als eineeigene Gattung zu betrachten seyn.
88. Gattung. * Serpentin.
Svn. Opliit, Pikrolilh, Marmolit, edler Serpentin, gemeiner Serpen-tin (zum Thcil).
Gerades rhombisches Prisma von 82° 27'.
Theilbarkeit parallel den Seitenflächen und inder Richtung der Abstumpfung der scharfen Seiten-bauten , meistens vollkommen.
Die Krystalle sind rhombische Prismen mit Abstumpfungder scharfen und der stumpfen Seitenkanten, die Abstuin-pfungsllachen der ersteren vorherrschend, so dass die Kry-stalle breit erscheinen , und mit Zuspitzung der Enden;auch erscheinen Abstumpfungsflächen der spitzen Echen derBasis. Man findet Krystalle büchst selten.
II. - 3.
Sp. Gew. = 2.5... 2.6.
Fettglanz schwacher , auf den ThcilungsflächenPerlmutterglanz.
Durchscheinend.. undurchsichtig.
Farbe grün herrschend, in verschiedenen Nuan-cen. Lauch-, grass-, ölgrün, ins Gelbe und Weissc.Durch Verunreinigung, rotli, braun, schwarz.