Chrysolith. 269
Die Krystalle haben sehr selten die Gestalt der Grund-form. Gewöhnlich sind es acht-, zehn- und zwölfseitigePrismen mit sechs - und achtilächiger Zuspitzung , indemzu den Flächen der Grundform Abstumpfungsflächen derSeitenkanten, der Grundecken und der Grundkanten , undZuschärfungsflächen der Seitenkanten treten. Häufig ist mitden Zuspitzungsflächen die horizontale Endfläche verbunden.
H. = 5.0... 7.0.
Sp. Gew. = 2.8... 3 . 34 .
Glasglanz.
Oberfläche. Die Endfläche und die schmale Seiten-fläche meistens rauh. Die übrigen Seitenflächenvertical gestreift und glatt, die Zuspitzungsflächeneben und glatt.
Durchsichtig... durchscheinend an den Kanten.
Farbe grün, braun, roth.
Strich weis... braun.
Bruch muschlig.
Auch derb und in Körnern.
Einfach-kieselsaure Bittererde (und Eisenoxydul).
1. Art. Edler Chrysolith (Olivin). j S.
Die Krystalle sind klein , zeigen das angeführte Ober-fläche-Ansehen und kommen ursprünglich auf- und eingewach-sen vor , finden sich aber am häufigsten lose. Pistazien-grün, olivengrün, spargelgrün; selten gelb oder braun.Starker Glasglanz, zuweilen in den Fettglanz geneigt. Durch-sichtig bis durchscheinend. Härte = 6.5 bis 7.0. Sp. Ge-wicht 3.3 bis 34. Derbe Stücke sind körnig abgesondert(Olivin) ; auch eingesprengt.
Olivin
aus Böhmen,O. u.Pellas Eisen,Chrysolith,nach Stromeyer ,
Tifiterde
Kiesel-
erde.
Eisen-
oxydul.
Nickel-
oxyd.
Thon-
erde.
Mangan-
oxydul.
Summe
60.67
40.40
8.07
0.33
—
0.18
99' 8 9
48.42
38-48
11.19
—
0.18
0.34
98.131
5o.i3
39.73
9->9
0.32
0.09
99.68
Der Olivin enthält nach meinen Untersuchungen immereine kleine Quantität Chrom.
Für sich gibt er kein YY asser , er wird, zumal an denKauten , etwas dunkler , schmilzt aber nicht und behältDurchsichtigkeit und Farbe. Vom Borax wird er langsamzu einem klaren Glase aufgelöst. Phosphorsalz zerlegt ihn