280 Tafelspath.
Befeuchten hepatisch , und färbt Silber schwarz *).Mit Kobaltsolution wird es schwach rosenroth.
Das Bittersalz findet sich vorzüglich als Ausblühung aufTallierde enthaltenden Gebirgsarten und ausgewittert inSpalten und Höhlungen. Im Gyps und dem ihn häufig be-gleitenden Thon , im Thonschiefer , Sandstein und Gneiswird es öfters gefunden. So in den Umgebungen von Paris,bei Aix , Menil-le-Montant und am Montmartre, in derSchweiz , am Harz, in Sachsen , Böhmen, Schottland, zuIdria in Krain, wo cs unter dem Namen Haarsalz bekanntist, u. s. w. In Andalusien wittert es so häufig aus derErde , dass sie grau erscheint , und in Siberien findet cssich im Sommer in ausgetrockneten See'n und in einige»Steppen in solcher Menge , dass man zwischen Schneefu-dern zu gehen glaubt. Man bat es auch in dem Gypse leiHasmerslieim am Neckar gefunden. Es kann zur Darstel-lung von reinem Bittersalz benützt werden.
5. FAMILIE DES CALCIUMS.
Mineralien , deren Grundlage das Calciumoxyd,die Kalkerde eine sehr verbreitete Erde ist, welchesich im Mineralreiche in grosser Menge in Verbindungmit Kohlensäure und Schwefelsäure, und in Verbin-dung mit Kieselsäure , Phosphorsäure, Flusssäure,Boraxsäure, Salpetersäure, Arseniksäure, Wolfram-säure undTitansiiure findet. Die vorherrschende Farbeist die weisse; dieHiirte zwischen 1 . 0 ... 5.5 ; das sp. Gew.zwischen 2.2... (3.1. Die meisten besitzen Glasglanz.
*) Die von Smitiisoji angegebene, sehr einfache und empfindlicheProbe auf Schwefel , besteht darin , dass man das zu untersuchendeMineral mit Soda vermischt, und auf der Kohle vor dem Lütlirohriui Keductionsfeuer behandelt. Ks bildet sieb etwas Schwefclnalrium,welches, von der Kohle herunter genommen und auf reines Silberin einen Tropfen Wasser gebracht, das Silber schwärzt, oder, wennder Sclnvefelgchalt sehr gering ist, bräunt.