Sphen. 317
Für sich im Kolben erleidet er keine Verände-rung-. Auf Kohle schmilzt er an dünnen Kantenhei einem sehr guten Feuer zu einem lialbdurch-siclitigen Glase. Vom Borax -wird er leicht zu einemklaren Glase aufgelöst, das schnell *unklar, milch-weiss und kristallinisch , und im Reductionsfeuernicht gefärbt wird, selbst wenn man Zinn zusetzt.Vom Phosphorsalz, wird er in der äusseren Flammeleicht zu einem klaren ungefärbten Glase aufgelöst;in der innern Flamme wird das Glas grün , wenn esheiss ist, und schön blau hei der Abkühlung. Setztman Zinn hinzu, so bekommt das Glas eine dunk-lere Farbe und wird grün. Bläst man unter hin-reichendem Zusatze von Zinn lange darauf, sowird das Wolfram ausgefüllt, und endlich bleibtnur eine schwache grünlichgelbe Farbe übrig. MitSoda bildet er eine aufgeschwollene , weisse , anden Kanten abgerundete Schlacke.
Findet sich gewöhnlich auf den Lagerstätten des Zinn-steins , begleitet von Quarz , Glimmer, Topas , Wol-fram , Flussspatli , so zu Zinnwald und Schlahenwald inBöhmen , zu Ehrenfriedersdorf in Sachsen , zu PengellyCroft-mine in Cornwallis. Am Bipsberg in Schweden hommter auf einem Magneteisensteins - Lager vor , zu Püsing inUngarn auf einem Lager im Granit mit gediegen Gold,und in Salzbui-g in den Goldgruben bei Schellgaden. Manhat ihn iiberdiess in der Dauphinee , in America und aneinigen anderen Orten gofunden.
121. Gattung* * Sphen.
Sjn. Prismatisches Titan-Erz, Gelb- und Braun - Menac - Erz,Titanit.
Schiefes rhombisches Prisma mit Seitenkanten--winkeln von i 33 ° 48 ' und 46 ° 12'.
Neigung der schiefen Endfläche gegen die vor-dere stumpfe Seitenkante = 127 0 39''.
Theilbarkeit parallel den Seitenflächen der Grund-form und in der Richtung einer Abstumpfungs-fläche der spitzen Ecken.