Cölestin.
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zersetzt und unschmelzbar wird, und eine hepa-tische Masse hintcrlässt , die nach der Abkühlungheim Befeuchten schwach nach Hydrothion riechtund brennend hepatisch schmeckt. Auf Platinblechwird sie nun grösstentheils von Salzsäure aufgelöst.Wird, was nach dein Verrauchen der Lössung bleibt,in Weingeist gelöst, und dieser angezündet, sobrennt er mit schöner pupurrother Flamme. VomBorax wird er mit Brausen zu einem klaren Glaseaufgelöst, das gelb oder braun hei der Abkühlungund von einem grossen Zusatze unklar wird. ZuPhosphorsalz verhält er sich wie Strontianit. MitSoda schwillt er an , wird zerlegt , geht in dieKohle, und gibt eine stark hepatische Masse. NachSmitiison’s Methode erhält man starke Scliwefel-reaction. Mit Flussspath schmilzt er zu einemklaren Glase, das unter der Abkühlung emailweisswird.
1. Varietät. Spüthiger Cölestin.
Krystallisirt und derb. Blättrig, ins Stralilige verlaufend.
Bie Krystalle aufgewaclisen, oft nadelförmig, und gewöhn-lich zu Drusen zusammengewachseu. Weiss , grau , blau;zuweilen himmelblau.
Die schönsten Krystalle finden sich in den ScliwefelgrubenSiciliens , im Val di Noto , Val Mazzara , bei Girgenti u.s. w. , am Monte Viale im Vicentinischen und an derSeisser Alpe in Tyrol. Am Erie-See in Nordamerica kom-men sehr grosse Krystalle vor, die mitunter 4 bis 5 Pfundschwer sind. Man hat ihn iiberdiess an vielen Orten theilsin Krvstallen , theils derb gefunden , wie zu Aarau undSolothurn in der Schweiz , am Siintel unfern Münder,und hei Northen in Hannover, in Ungarn, Schottland,England, Frankreich u. s. w.
2. Varietät. Fasriger Cölestin. \
Derb, dick- und gleichlaufend-, öfters gebogen -fasrig.Himmel- und smalteblau.
Bildet schmale Trümmer in einem Gyps führendenMergel zu Dornburg hei Jena, und kommt auch in Frank-reich , England und Nordamerica vor.