Zinnober.
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Verflüchtiget sich auf Kohle ohne Rückstand.Mit Eisenfeile in einer an einem Ende zugebla-senen Glasröhre erhitzt, gibt er metallischesQuecksilber.
Ein Gemenge YOn Zinnober mit Thon , liohligen undbituminösen Tlieilen wird Quecksilberlebererz genannt. Esbat eine Mittelfarbe zwischen dunkel cosclienillroth undschwärzlich bleigrau, ein sp. Gew. von 7.1... 7.3. unebenenBruch und ist schimmernd. Es findet sich derb, und besitztzuweilen eine krumschalige Absonderung , in welchemFalle man es Corallenerz nennt.
Der Zinnober kommt vorzüglich im Grauwackengebirgeund im Sandstein des Uebergangsgebirges, sodann im jün-geren Uehergangskalkc, und im Gebirge des Todtliegenden,auf Lagern, seltener auf Gängen vor. Begleiter desselbenheim lagerartigen Vorkommen sind besonders Kalkspath,Quarz, Gediegen-Quecksilber und Amalgam; beim gang-artigen Vorkommen Schwefelkies, Eisenspath, verschiedeneKupfererze und Brauneisenstein. Die Jlauptfundortc sindIdria, woselbst mit einem bituminösen Schieferthon auchausschliesslich das Quecksilberlebererz und eine beim Zer-schlagen hepatisch riechende Varietät von Zinnober vor-kommt , Landsberg und 44 olfsstein im Zwcibrückischenund Almaden in Spanien. An diesen Orten bricht er aufLagernein. Unter ähnlichen 4 erhältnissen, aber in geringerMenge, findet er sich zu Neumärhtel in Krain, zu 44 indisch-Kap2>el und Horntagor in Kärnthen, zu Hartenstein in Sach- isen, zu Dumhrawa in Siebenbürgen und an einigen andern IOrten. Auf Gängen bricht er zu San Jouan de la Chica,Fraile bei 4'illa de San Felipe in Mexico, zu Schemnitz,Cremnitz und llosenau in Ungarn, zu Horzowitz in Böhmen.Auch in China , Peru und Neugranada soll er in grosserMenge Vorkommen.
Der Zinnober ist das Haupterz zur Darstellung desmetallischen Quecksilbers, welches man zur Amalgation, zurSpiegelbelegung, zur Bereitung von Musivgold, zu physi-kalischen 44 erkzeugen , zum 4 ergolden , zur Bereitungverschiedener chemischer und pliarmaceutischer Präparate,zur Darstellung des künstlichen Zinnobers u. s. w. benützt.Reine Abänderungen werden auch als 4Ialerfarbe angewendet.Bei der Darstellung des metallischen Quecksilbers ausZinnober, werden die Erze erst gepocht und gewaschenund dann , mit Kalk gemengt, entweder in besonderenOefen , oder in eisernen Retorten , der Destillation unter-worfen, wobei das Quecksilber in Dampfgestalt ausgetrieben,und in kühlen Vorlagen verdichtet wird.