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hoch, und mifst im Schafte 3 Fufs 4 Zoll im Durchmesser.Die Wandungen des Schaftes sind 3 auch 3 ; t Zoll stark.
Die Construction der Säule stellt Fig. 2 Bl. 4 dar. Aufeinem hinreichenden Fundamente wurde der Sockel nach einerin der Mitte befestigten und beweglichen Lehre, von Ziegel-steinen auf hoher Kante 5 Zoll stark mit Portland-Cementconstruirt; alsdann auf einem Kreuze von Lattstücken dieMitte der Säule bezeichnet und in derselben eine Lehre mitder Fufsgesims-Schablone angebracht, womit dasselbe gezogenund sodann auch der übrige Putz des Sockels hergestelltwurde *).
Hierauf wurde in der Höhe des Schaftes von 6| Fufs eincylinderförmiges Lehrgerüst von behobeltem Lattwerk an eineruntern, obern und mittlern Brettscheibe befestigt und von derGröfse des innern Durchmessers von 2 Fufs 10 Zoll lothrecht
aufgestellt. Um jedoch nach Aufmaue-rung des Schaftes dies cylinderförmigeLehrgerüst in leichter Weise lösen undherausnehmen zu können, bestand das-selbe aus 2 Theilen, nach nebenstehen-der Fig. 7, in welcher aa die beiden be-weglichen, unten verjüngt bearbeitetenLattenstücke bezeichnen, welche die bei-den Halbcylinder um etwa li Zoll aus-einanderhalten, und nach Vollendungdes Schaftes herausgezogen, die Herausnahme des Cylindersermöglichen.
Während der Ausführung des Schaftes werden diese bei-den Halbcylinder unterhalb durch eine Schnur, und in derobern Scheibe durch ein leicht befestigtes Lattstück in ge-schlossener Form erhalten. Je nach dem Fortschreiten derAnfertigung des Schaftes wird die Schnur zuletzt beseitigt.
Nach Aufstellung dieses Lehrgerüstes wurde auf demgemauerten Sockel, um den Lattencylinder, der Schaft derSäule mit Ziegelsteinen auf hoher Kante im Verbände, nachFig. 2 Bl. 4 mit Portland-Cement, bis zur obern Scheibe desLehrgerüstes aufgeführt. In der Mitte dieser Scheibe wurdealsdann eine Lehre befestigt, zur Herstellung eines Putzstrei-fens von Portland-Cement um den äufsern Mantel des Schaftes.Dieser Streifen und der obere Putz des Sockels gab dann dieLehre an zur Herstellung des Portland-Cementputzes am gan-zen Schafte, welcher mittelst des Richtscheites bewirkt wurde.Die äufseren Putzflächen sind dann sauber geglättet worden.
Nachdem der Schaft so hergestellt war, wurde das cy-linderförmige Lehrgerüst im Innern in der beschriebenen Weisenach einigen Tagen, als die Erhärtung des Cement-Mörtelserfolgt war, behutsam gelöst und herausgenommen, und dannnoch der Rapp-Putz im Innern bewirkt, was jedoch nur beieinigen Säulen geschehen ist.
Zur Herstellung des Beki’önungsgesimses und der Deckewurde alsdann ein Lattenkreuz auf den Schaft gelegt, die Mitteder Säule darauf bezeichnet, in derselben ein Nagel befestigtund auf diesem Lattenkreuze, welches liegen blieb, dann dasGesims und die Decke in der Stärke von 2 Dachsteinen mitPortland-Cement construirt.
Von dem in der Mitte der Säule auf dem Lattenkreuzebefestigten Nagel wurde dann die Gesims-Schablone zum Zie-hen desselben herumgeleiert. Statt der 2 Lagen Dachsteinezur Abdeckung, hat man sich auch der Ziegelsteine auf flacherSeite, Fig. 2 Bl. 4, und zwar der porösen oder der hohlenSteine, zur Verminderung des Gewichts, bedient.
Nachdem das Gesims gezogen, wurde der Putz auf der
*) Bei dem grüfsten Theil der errichteten Anschlagssäulen wurde der Sockel inder Werkstatt, in drei gleichen Theilen, vollständig mit Putz vollendet, und dann an Ortund Stelle versetzt. .
Decke mit Gefälle von der Mitte aus nach den äufserenKanten des Gesimses hergestellt.
Die Blattverzierungen auf dem Gesimse, so wie die Verzie-rungsstücke im Friese der Säule und der Adler auf derselben,Fig. 1 Bl. 4, sind von Portland-Cement gegossen und bisheruntadelhaft geblieben.
Zum Mauern und Putzen ist ein Mörtel von 1 Theil Port-land-Cement und 1 Theil gutem, scharfem rein gewaschenemSande, verwendet worden.
Eine solche Anschlagssäule völlig fertig herzustellen, kostet70 Thlr., während eine von gebranntem Thon 120 Thlr. kostensollte.
Dergleichen Gebäude lassen sich auch ohne grofse Müheund Kosten im Ganzen transportiren und auf einem andernOrte aufstellen, wie dies mit einigen Anschlagssäulen ge-schehen.
Statt von Ziegelsteinen hat man kleinere Gebäude in Gär-ten und Parkanlagen, zur Aufbewahrung von Utensilien u. s. w.,von Dachsteinen in Plattenform construirt.
Fig. 3 und 4 Bl. 4 veranschaulichen ein dergleichen Ge-bäude in Achteckform, im Innern, von Seite zu Seite, 3 FufsWeite.
Der untere Sockel wird von Ziegelsteinen auf hoher Kantemit Cement auf dem Fundamente aufgeführt, das Fufsgesimsdann nach dem Erhärten des Cements mittelst einer, in derMitte auf einem Kreuz um einen Nagel beweglichen Schablonegezogen. Der zweite Sockel wird gleichfalls von Ziegelsteinenauf hoher Kante, aus 8 Theilen, in der Werkstatt construirt,dann an Ort und Stelle zusammencementirt, und nach demErhärten des Cements in den Fugen auf diesem Sockel einachteckiges Lehrgerüst, in ähnlicher Art wie vorhin beschrie-ben, lothrecht aufgestellt. Sodann werden die zuvor in derWerkstatt, nach Maafsgabe der Breite der Seiten, gefertigtenPlatten, von 2 bis 3 Fufs Höhe und 3.| Zoll Stärke, im Ver-bände um das Lehrgerüst aufgestellt und in den Ecken zu-sammencementirt.
Bei Vollendung des Schaftes werden hierauf nach demErhärten des Cements in den Fugen die obern äufsern Glie-derungen auf Rüstung gezogen, ebenso die zur Verstärkungder Ecken dienenden lisenenartigen Gliederungen am Schafte,
worauf dann das innere Lehrgerüst mit-telst der beweglichen, unten verjüngtbearbeiteten Lattstücke aa , in neben-stehender Fig. 8, gelöst und behutsamlierausgenommen wurde. Das Bekrö-nungsgesims, nebst Decke mit Gefälle,wird in der Werkstatt in 8 Theilen con-struirt und an Ort und Stelle die Deckeauf einer leichten Lattenrüstung verlegtund zusammencementirt. Die Fugen der einzelnen Platten imSchafte werden sauber verrieben und geglättet.
Die Platten lassen, sich in folgender Weise construiren:
Auf eine wagerechte behobelte Bohlenunterlage werden,nach Maafsgabe der Breite und Länge der Platten, die Dach-steine (Bieberschwänze) nebeneinander in Portland-Cement ge-legt, nachdem die Nasen und der abgerundete Theil abge-schlagen worden; darauf folgt eine Lage Portland-Cementi Zoll stark, und im Verbände der untern die 2te und 3teDachstein-Schicht. Bei einer Stärke der Dachsteine, der Fu-gen und des Putzes von \ Zoll erhält man sonach Plattenvon 3*- Zoll Stärke.
Nach dem Erhärten des Cements wird der Putz auf derobern und untern Seite der Platten gezogen und geglättet.
Die lisenenartigen Gliederungen an den Ecken könnenebenso wie die Platten, zuvor in der Werkstatt gezogen undnach Errichtung der Baulichkeit an Ort und Stelle cementirt
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Fig. 7.
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