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werden; nur müssen dann die Putzstellen der Platten zuvorrauh gemacht und gut angenäfst werden.
Die Construction so kleiner Gebäude mit Platten hat denVorthei], dafs man, nachdem in der Werkstatt Alles vorbereitet,ein solches Gebäude an Ort und Stelle in sehr kurzer Zeitvollenden kann.
Statt der gemeiniglich hölzernen, oft reparaturbedürftigenSchilderhäuser sind dergleichen von Cement mehrfach aus-geführt worden.
Auf der Citadelle, sowie beim Leuchtthurm des Hafensvon Triest, sind derartige Schilderhäuser 1844 von Santorin-Beton gegossen worden. Ein solches ist von sechseckigerGrundform, wovon die innere Seite 1 Fufs 8 Zoll mifst. DieHöhe beträgt vom Terrain bis zum Bekrönungsgesims 7 Fufs,und bis zur obersten Spitze 8f Fufs. Die Wandungen sind4 bis 5 Zoll stark und bilden mit der obern Kuppel nur eineeinzige feste Masse.
Bei einem Durchmesser von 3 bis 5 Fufs und einer Höhevon 8 bis 10 Fufs, ist die vorbeschriebene Construction vonZiegel- und Dachsteinen mit 3 bis 4 Zoll starken Wandungen,zu kleineren Baulichkeiten, wie Anschlagssäulen, Schilderhäuser,Wärter- und Wächterbuden, Pissoirs, Gartenhäuschen zur Auf-bewahrung von Utensilien u. s. w. völlig ausreichend, ohnebei der Höhe von 10 Fufs künstliche Hülfsmittel, wie einge-legte Finge von Bandeisen u. s. w., anzuwenden.
Bei Gebäuden von 5 bis 10 Fufs Durchmesser und 10bis 15 Fufs Höhe, sind die Wandungen von Ziegelsteinen aufhoher Kante im Verbände wie der Sockel in Fig. 2 Bl. 4 con-struirt, von 6 Zoll Stärke mit Putz völlig ausreichend. Sinddie Baulichkeiten eckig in der Grundform, so können dieEcken im Innern oder Aeufsern eine angemessene Verstärkungerhalten.
Die Bedeckung kann, wie in nebenstehender Fig. 9, vonRohr oder Stroh, oder auch von Zink, Schiefer, Ziegeln, Stein-pappe, Schindeln u. s. w., hergestellt werden.
Bei Anwendung von J_förmigen eisernen Schienen zueinem Gerippe verbunden, läfst sich die Bedeckung auch mithohlen oder porösen Ziegeln oder Töpfen, oder aus zuvorgefertigten Platten von Dachsteinen, hersteilen.
Gebäude dieser Art von Cement construirt, sind beiweitem dauerhafter und sicherer in Aufbewahrung von Sachen,
Anlage massiver Gallerien,
Nach der neuen Bau-Ordnung für die Stadt Berlin, vom21. April 1853, müssen Gallerien, Altane, Balcone und Erkervon Stein oder Metall ausgeführt werden. In Anwendungvorzüglicher Cemente haben sich denn verschiedene Construc-tionen zur Ausführung dieser Baulichkeiten ausgebildet.
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Gallerien.
An der Hoffront eines Wohngebäudes auf dem Grund-stück Commandanten Strafse 72 in Berlin, wurde 1858 eineGallerie von Ziegelsteinen und Portland-Cement, in Verbin-dung mit Eisen, durch den Maurermeister Herrn Liidke nachden Fig. 9 bis 13 Bl. 5 vortrefflich ausgeführt.
Die Gallerie ist 44§ Fufs lang und 3 Fufs 3 Zoll breit,mit einem Gefälle in dieser Breite von 1 Zoll.
wärmer im Winter und kühler im Sommer, als dergleichenGebäude von Holz construirt. Die zu vielfachen Zwecken be-nöthigten mannigfachen kleinen Baulichkeiten können bei dieserArt der Construction angemessen billig und leicht hergestelltwerden.
Andere kleinere Gebäude, wie Schwanen- und Vogel-häuschen in Parkanlagen nach Fig. 2 Bl. 2, lassen sich imUnterbau in rustiquer Weise von künstlicher Steinmasse leichthersteilen.
Gebäude dieser Art in reichern Formen und Verzierungen,nach Fig. 5 Bl. 4, können in der vorbeschriebenen Construc-tion mit Ziegel- oder Dachsteinen und Cement, und namentlichmit Anwendung von farbigen Mosaiksteinen zur Ausschmückungder Wandflächen oder der Friese dauerhaft und sehr schön aus-geführt werden.
Bei kleinen niedrigen Gebäuden dieser Art von 4 bis5 Fufs Höhe, von runder oder eckiger Grundform, wie der-gleichen mehrfach zu Hundehütten von Ziegel- oder Dach-steinen ausgeführt sind, genügt eine Stärke der Wandung von3 Zoll.
Fig. 9.
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Altane, Balcone und Erker.
Fig. 9. a zeigt die Verbindung der Trageisen, die f Zoll,stark, 2-j Zoll hoch, und in Entfernungen von 8 Fufs längsder Front befestigt sind,
b die obere Ansicht der Trageisen,
c das horizontale Trageisen mit den Einschnitten für dieWiderlagsschienen nn,
d den Querschnitt nach yz,
e eine der Widerlagsschienen nn von vorn gesehen.
Fig. 10. Querschnitt der massiven Gallerie.
Fig. 11. Vordere Ansicht der Gallerie mit dem eisernenGeländer.
Fig. 12. Zugerichteter Ziegelstein zu dem Widerlager m,Fig. 10.
Fig. 13. a und b. Stahl-Säge, womit die Einschnitte inden Widerlagssteinen bewirkt worden sind.