Erfindungsgeschichte.
Es läßt sich mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß der Druck dieser ersten Bibel, vonwelcher sich 15 Exemplare (6 auf Pergament und 9 auf Papier ), bis auf unsere Tage erhaltenhaben, nicht später als gegen das Ende des Jahres 1455 vollendet worden ist, da das in derPariser Bibliothek befindliche Exemplar in seinem ersten Bande eine Schlußschrift des Rubricatorsund Buchbinders Heinrich Er einer mit der Jahreszahl 1456 und dem Datum des Festes desheiligen Bartholomäus (24. Aug.) trägt, und es nicht zu viel ist, wenn man für das mühsameAusmalen und Verzieren der Anfangsbuchstaben (Initialen), das Rubriciren rc. einen Zeitraumvon acht bis neun Monaten in Rechnung bringt.
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Dieses erste größere Druckwerk enthält in 2 Foliobänden 641 Blätter; die neun erstenSeiten haben in jeder Columne 40 Zeilen, die zehnte 41, alle übrigen 42 ; daher der Name die„zwei und vierzigzeilige Bibel" im Gegensatz zu der später durch Albrecht Pfister gedruckten36 zeitigen. Sie enthält weder die Angabe des Jahres, des Druckortes, noch des Typographen,ebenso keine Seitenzahlen, Signaturen, Initialen u. s. w. Die letzteren sind in den Pergament-ausgaben mit Gold und verschiedenen Farben, in den Papierausgaben mit Roth und Bläu hineingemalt. Die Typen, mit denen sie gedruckt ist, werden von den Buchstaben der Meßbücher,nach'deren Vorbild sie gefertigt, Missaltypen genannt. Die allgemeine Gleichheit derselben deutet