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Erster Band: Vom Satz.
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Der Werksatz im allgemeinen.

Bei Werken jedoch, welche möglichste Raumersparniß erfordern, kann Text, wie solchenunsere letzten beiden Beispiele zeigen, auch in der Weise gesetzt werden, daß nur die erste Zeilein gewöhnlicher Weise eingezogen wird, die übrigen aber auf die volle Breite herausgehen. Istein Citat, wie unser vorletztes Beispiel, mit Anführungsstrichen versehen, so heben ja diese denSatz schon hinreichend hervor, auch wenn derselbe nicht in seinem ganzen Umfange eingezogen wird.

Sehr häufig wird in Werken der Inhalt jedes Capitels gleich unter der Capitelüberschriftangegeben. Auch in diesem Fall wird derselbe aus einer kleineren Schrift auf die volle Format-breite gesetzt, die letzte Zeile aber, falls sie nicht vollständig füllt, in die Mitte geschlossen, Beispiel:

Erstes Capitel.

Die Geographie und die alten Bevölkerungen Arabiens. Die Haupt-gegenden der arabischen Halbinsel. Die Aufeinanderfolge der Schichtenin der Bevölkerung Arabiens.

Wir kommen jetzt zu den Marginalien. Die Marginalien oder Randbemerkungen findenihren Platz an der Seite der Columne und zwar bei den geradelt, links stehenden Columnen ander linken, bei den ungeraden, rechts stehenden an der rechten Seite. Sie werden mitunter inwissenschaftlichen Werken, am meisten aber wohl in Gesetzsammlungen, Statuten rc. angewendet ^und dienen dazu, dem Leser mit kurzen Worten den Inhalt eines Abschnittes, Paragraphen oder »-betSatzes zu bezeichnen. Man setzt die Marginalien stets aus den kleinsten Schriftgraden (Colonel, Margj-Nonpareille, Perl) auf eine dem Format des Werkes angemessene Breite von 2 bis 4 Cicero. E"Die Wahl der Schrift erfolgt gleichfalls unter Berücksichtigung des Formates und des Gradesder zum Text verwendeten Schrift. Für ein Werk in gr. Quart aus Cicero Fractur könntedemnach Colonel oder Nonpareille Fractur, für ein solches in Octav aus Corpus Fractur Non-pareille oder Perl Fractur, bei Antiqua-Werken natürlich dieselben Grade in Antiqua Verwendung finden.

In diesem Capitel möge auch der gespaltene Satz noch Erwähnung finden. Wird ein Werkgrößeren Formates aus verhältnißmäßig kleiner Schrift gesetzt, z. B. gr. Lexicon Octav ausPetit, groß Quart aus Borgis oder Corpus , so ist es des bequemeren Lesens wegen üblich,den Satz zu spalten und in zwei Colonnen, meist durch eine Spaltenlinie getrennt, zu formiren.

Während man bei gewöhnlichen Werken wohl selten über den zweispaltigen Satz hinaus-geht , wird bei lexicalischen Werken und Zeitungen häufig drei- und mehrspaltiger Satz inAnwendung gebracht.

Das Umbrechen von Satz in Spalten zu Columnen unterliegt denselben Regeln, wie dasdes durchgehenden Satzes; es darf somit auch keine Ausgangszeile den Anfang, womöglich auchkeine Anfangszeile das Ende einer Spalte bilden. Auf einer Anfangscolumne muß der Ueber-schlag selbstverständlich die volle Breite der Columne einnehmen, so daß alle Spalten in Liniebeginnen; bei Ausgangscolumnen müssen alle Spalten möglichst die gleiche Anzahl Zeilenenthalten. Bleibt bei zweispaltigem Satz eine ungerade Anzahl Zeilen für eine Ausgangs-columne übrig und ist die Endzeile oder eine vorhergehende Ausgangszeile nicht einzubringen.

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