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Erster Band: Vom Satz.
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Der Satz mathematischer Werke.

Halbfetter oder aus Egyptienne gesetzt, während bei stumpfem Anfang mit dem Einzug der folgendenZeilen eine besondere Auszeichnung der Schlagworte durch andere Schrift oder durch Spatiinirunghäufig nicht stattfindet, besonders bei Wörterbüchern in deutscher und französischer rc. Sprache,bei denen ja ohnehin die Fractur und Antiqua genügend unterscheiden.

Bezüglich der Titel bei lexicalischen Werken haben wir schließlich noch zu erwähnen, daßdie Wörterbücher zweier Sprachen allemal einen Doppel-Titel erfordern, der entweder auf eineroder auf zwei Seiten angebracht ist. Handelt es sich z. B. um ein Englisch -Deutsches Wörter-buch, und sollen zwei Seiten für den Titel verwendet werden, so erhielte der englische, meist ausVersalien gesetzt, seinen Platz links, .der deutsche rechts. Daß dabei ein möglichst conformesGegenüberstehen der einzelnen Titelzeilen, so weit sich dies mit der Uebersetzung einigermaßen ver-trägt, beobachtet werden muß, ist selbstverständlich.

6. Der Äatz mathematischer Werke.

Untermathematischem Satz" versteht der Setzer schlechtweg den Satz aller Rechnungsarten,handle es sich nun um bloße Zahlen- oder handle es sich um die eomplicirteren Rechnungsformelnaus Buchstaben oder Buchstaben und Zahlen.

Schwierig ist solcher Satz besonders deshalb, weil nur selten ein Setzer im Stande ist,das betreffende Manuseript richtig verstehen zu können und weil das rein mechanische Nachbildenvon dergleichen meist nur aus einzelnen Buchstaben, Ziffern und Zeichen bestehenden Formelnbei der erforderlichen größten Genauigkeit eine sehr mühevolle Arbeit wird. Gutes, Manuseriptkann daher der Setzer vor Allem beanspruchen, und doch, wie selten wird diesem Ansprüchegenügt, wobei jedoch zugestanden werden muß, daß auch das Schreiben solcher Formeln, besondersum die verschiedene Stellung der Zeichen richtig darzustellen, viel Schwierigkeiten hat. Aber nochschwieriger macht sich diese Arbeit dadurch, daß derartige Rechnungsformeln nicht nur mit großenund kleinen Ziffern, großen und kleinen lateinischen und griechischen Buchstaben, sondernauch mit einer Masse von Zeichen vermischt sind, und alle diese Typen nur selten in geraderZeile, sondern oft doppelt und mehrfach über- und untereinander, mit und ohne Zwischenlinien,zuweilen auch von ganz verschiedenen Schriftkegelgrößen zusammengesetzt werden müssen, undhierbei die größte Genauigkeit nothwendig ist, da eine Ziffer, ein Buchstabe, ein Strich, einZeichen rc., welche nur um etwas höher oder tiefer stehen, als sie eigentlich stehen sollen, oftdadurch eine ganz andere Bedeutung erhalten. Gutes, zweckmäßiges Material ist dabei eine Haupt-bedingung, also ein Material, welches von Vierteleicero- bis Doppelmittelkegel alle Ausschließungen ingenau systematischer Uebereinstimmung darbietet. Ist dies nicht der Fall, so wird der mathematffcheSatz eine Flickerei, die unendliche Mühe macht und doch nichts Ordentliches zu Stande bringt.

Der Setzer eines mathematischen Werkes muß aber auch mit der richtigen Verwendung seinesMaterials so vertraut sein, daß er nach sorgfältigem Ueberblick der oft so wirr durcheinander laufenden

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