Die Babylonier.
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Dass diese Erklärung Licht über die betreffende Tabelle ver-breitet ist unzweifelhaft. Unzweifelhaft ist es auch, dass sie demGesetze der Grössenfolge Rechnung trägt, denn eine 60 bedeutende1 kann links von 20, von 36, von 52 auftreten, während eine Einsgleichen Ranges mit jenen Zahlen zu ihrer Linken nicht geschriebenwerden durfte. Gleichwohl bedurfte es zur vollen Bestätigung derAuffindung neuer Denkmäler, und solche sind die Tafeln vonSenkereh. Ein Geologe \V. K. Loftus fand 1854 bei Senkereham Euphrat , dem alten Larsam, zwei kleine auf beiden Seiten mitKeilschriftzeichen bedeckte leider nicht ganz vollständige Täfelchen. 1 )Solche Täfelchen sind, allerdings nicht entfernt vergleichbaren In-haltes , vielfach gesammelt worden. Die eine concave Seite ist immerals Vorderseite, die andere convexe als Rückseite zu betrachten.Läuft der Text auf beiden Seiten fort, so muss zum Weiterlesen einUm wenden über Kopf stattfinden. Die Täfelchen aus Thon gebildet,wie fast überflüssiger Weise bemerkt sein soll, sind in der Mitte amstärksten und verdünnen sich alsdann gleichmässi" gegen die Ecken.Diese Eigenschaft vereinigt mit dem Umstande, dass der Rand beider Zerbrechbarkeit des Stoffes nicht unter einen gewissen Grad vonDünne abnehmen durfte, gestattet bei Bruchstücken von einiger Be-trächtlichkeit, wie z. B. die erste der beiden Täfelchen von Senkerehuns darstellt, Schlüsse auf die Grösse des abgebrochenen und ver-muthlich nicht wieder aufzufindenden Theiles zu ziehen, welche zurErgänzung des Inhaltes von erheblichem Nutzen sein können. Daseine Täfelchen, und zwar das zweite nach der Bezeichnung, welcheden Täfelchen bei der Veröffentlichung beigelegt wurde, enthielt aufVorderseite und Rückseite zusammen 60 Zeilen, die ein fortlaufendesGanzes bilden. Jede einzelne Zeile enthält links und rechts Zahlen,zwischen denselben sumerische Wörter, unter welchen eines ibdi zulesen ist. Rawlinson erkannte zuerst, dass liier die Tabelle derersten 60 Qu ad rat zahlen vorliegt, und dass ibdi Quadrat bedeutet.Die Anordnung ist eine solche, dass es zu Anfang heisst:
1 ist das Quadrat von 14 ist das Quadrat von 2!) ist das Quadrat von 316 ist das Quadrat von 425 ist das Quadrat von 5
') Eine photographische Abbildung des einen Täfelchens ist der Abhandlungvon R. Lepsius, die babylonisch-assyrischen Längenmasse nach der Tafel vonSenkereh (Abhandlungen der Berliner Akademie für 1877) beigegeben. In ebendieser Abhandlung finden sich genaue Citate der verschiedenen Gelehrten, welchebei der Entzifferung betheiligt waren. Ebendort S. 111 — 112 Bemerkungen vonEr. Delitzsch über Gestalt und Anordnung solcher Täfelchen.