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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
Entstehung
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367
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Neupythagoriiische Arithmetiker. Nikomaehus. Theon. Thymaridas . 367

des Almagestes, Theon von Alexandria , erklärt nämlich jenen Mathe-matiker Theon als den alten Theon, tov Tralcadv &ecovu , als oh einMissverständnis nicht möglich wäre.') Unser Theon selbst erwähntals jüngsten Schriftsteller noch den Thrasyllus, der, wie wir bei Be-stimmung der Lebenszeit des Nikomaehus bemerkten, in die Regierungdes Tiberius fällt, und den Adrastus, der wohl noch etwas später ge-lebt hat. 2 )

Wir haben (S. 132) schon zu schildern gehabt, welcherlei InhaltTheon von Smyrna seinem Werke ausgesprochenermassen geben wollte.Er beabsichtigte vorzutragen, was von mathematischen Kenntnissenfür das Studium Platons nothwendig sei. Er ging dabei aus vonder Arithmetik mit Inbegriff der musikalischen Zahlenverhältnisse,darauf sollte die Behandlung der Geometrie, der Stereometrie, derAstronomie, der Musik der Welten folgen. Man hat daraus langeZeit die Vermuthuug geschöpft, es seien 5 Bücher ziemlich gleichenUmfanges gew r esen, welche das Werk des Theon von Smyrna bildeten,und diese Vermuthung fand eine Art von Begründung in dem Um-stande, dass zwei verschiedene umfangreiche Bruchstücke sich vor-fanden, das eine vorzugsweise arithmetischen, das andere vorzugsweiseastronomischen Inhaltes. Beide wurden getrennt herausgegeben. 3 )In dem einen glaubte man das erste, in dem zweiten das vierte Buchzu erkennen. Man vermisste drei ganze Bücher von ähnlichemCharakter: der Geometrie, der Stereometrie, der Musik der Weltengewidmet. Wir sind nicht dieser Meinung und stehen in unsererdurchaus abweichenden Ansicht auch nicht vereinzelt. ') Wir er-kennen vielmehr in jenen beiden Fragmenten das ganze Werk Theons.Nach einer philosophischen Einleitung erscheinen Eintheilungen derZahlen in Gattungen ähnlicher Art, wie sie bei Nikomaehus uns be-kannt wurden. Da ist von der Entstehung der Quadratzahl alsSumme ungrader Zahlen aber auch als Summe von je zwei Dreiecks-zahlen, von Viereckszahlen und Pyramidalzahlen, von vollkommenenZahlen und Verwandtem die Rede, darunter von zwei Gegenständen,

■) Die betreffende Stelle ist abgedruckt bei Nesselmann, Algebra derGriechen 224, Note 58. 2 ) Vergl. Th. H. Martin in der Abhandlung, welcheseiner Ausgabe der astronomischen Ahtheilung von Theons Werke (Paris , 1849)als Einleitung dient pag. 6—12. Martin bezweifelt die Identität des Theon vonSmyrna mit dem von Ptolemäus genannten Mathematiker, setzt ihn aber in diegleiche Zeit, worauf es uns schliesslich allein ankommt. 3 ) Die sogenannte Arith-metik von Bullialdus. Paris , 1644 und von De Gelder. Leiden, 1827, diesogen. Astronomie von Martin. Paris , 1849. 4 ) Prof. E. Hiller, welchem wirunsere Ansicht brieflich darlegten, theilte uns mit, dass er die genau gleichein seiner bonner Habilitationsschrift (1869), welche ungedruckt geblieben ist,ausgesprochen und begründet habe. Diese Auffassung liegt auch der durch ihnbesorgten Ausgabe des Theon von Smyrna (Leipzig , 1878), nach welcher wircitiren, zu Grunde.