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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Kapitel XXXI.

auf Befehl des Kaisers erfunden worden. 1 ) Auf Fii ln wird auchdas dekadische Zahlensystem zurückgeführt/ 2 ) welches er abgebildetauf dem Rücken eines aus den Fluthen des gelben Stromes auf-tauchenden Drachenpferdes sah und dessen Bedeutung erkannte. Diechinesische Tusche soll unter Kaiser Oü wäng 1120 v. (Jhr. schonbereitet worden sein. 3 ) Confucius soll sich zum Schreiben damiteines Pinsels aus Antilopenhaar bedient haben, während Pinsel.ausIlasenhaar durch Möng tieu 246 v. Ohr. erfunden wurden, einenGeneral, welcher auch eine Art von Papierbereitung lehrte und zu-gleich die Aufsicht über die Erbauung der chinesischen Mauer führte,eine Vereinigung von Thatsachen, in welcher wir fast eine Ironieder Geschichte zu erkennen geneigt sind. Wir würden noch andereneben so glaubhaften oder unglaubwürdigen Nachrichten begegnen,wenn wir weiter griffen. Wir wollen lieber an der Hand chinesi-scher Quellen einen Blick auf die Geschichte des Reiches derMitte werfen. 4 )

Wilde Jäger waren die Ureinwohner Chinas . Zu ihnen wandertezwischen dem XXX. und XXVII. S. von Nordwesten her das „Volkmit schwarzen Haaren“ ein, Hirten die sich bald dem Uandbau wid-meten und eine gewisse Kultur schon mit sich brachten. Sie hattenein Wahlkaiserthum , welches bis um 2200 währte. Nun folgten inmeistens lang am Ruder bleibenden Erbfolgen verschiedene Dynastien.Die Dynastie Hin regierte 500 Jahre. Sie wurde von der DynastieChang gestürzt, diese um 1122 durch die Dynastie der alten Teheöuentthront. Die Tcheou waren ein Stamm, der unter den Chang vonder alten Gemeinschaft sich trennte und westlich sich ansidelte. Dorterstarkten sie so weit, dass seit 1200 Kämpfe zwischen ihnenund den Unterthanen der Chang begannen, die in dem genanntenJahre 1122 mit der Ersetzung des letzten Chang-Kaisers Cheou sindurch Oü wäng endigten. So wurde dieser Letztere Kaiser allerwieder vereinigten Stämme und gab ihnen ein neues Gesetzbuch denTeheöu ly, welchen sein Bruder Tcheou kong verlässt haben soll,während eine andere Sage den Teheöu ly wenige Jahre später(1109) im sechsten Regierungsjahre von Then wäng entstanden seinlässt. 5 ) Die Dynastie der Teheöu blieb im Besitze der kaiserlichenMacht bis 221, also volle 900 Jahre.

In diese lange Periode fällt eine Einwanderung von vielleichthochwichtigem Einflüsse auf die chinesische Kultur. Eine jüdische

') Perny 11,2—-4, 7, 9. 2 ) Biernatzki, Die Arithmetik der Chinesen in

Crelles Journal für reine und angewandte Mathematik (1856) LII, 59—94. Diehier angezogene Stelle auf S. 92. 3 ) Perny II, 92. ') Unsere Quelle war

namentlich die Einleitung des zweibändigen Werkes: Le Teheöu Ly ou rites deTcheou traduit par Ed. Biot. Paris , 1851. 5 ) Perny II, 303.