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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Die Mathematik der Chinesen.

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danken: Wie viel muss in einer solchen Encyklopädie unwahr sein,da für ein Volk, welches seinen Stolz darein setzt um das Aus-land sich nicht zu kümmern, so viel Wahres gar nicht vorhandensein kann.

Wir werden freilich, trotz dieser Bekenntniss unserer un-gläubigen Voreingenommenheit, getreulich wieder berichten, was ausverschiedenen chinesischen Werken für die Geschichte der Mathe-matik bei jenem Volke ermittelt worden ist, überall so weit als mög-lich der Zeitangabe folgend, welche die Chinesen selbst liefern, aberwir verargen es keinem unserer Leser, wenn ihn die erheblichstenZweifel an unsere Gewährsmänner erfüllen sollten. Man wird esum so begreiflicher linden, dass wir europäischer Uebertreibungen,die chinesischer als die Chinesen seihst der Sternkunde jenes Volkesein Alter von 18 500 Jahren beilegen wollen, nur mit diesem einenWorte gedenken.')

Einem Minister des Kaisers Iluäng ti, welcher .2637 v. dir.regierte, wurde, wie wir (S. 565) gesehen haben, nach einem Berichtedie Erfindung der Schrift beigelegt. Ein anderer Minister desselbenKaisers, Cheöu ly, wird als Erfinder des Rechenbrettes, swan pan,genannt * 2 ), und unter ebendemselben soll das erste arithmetischeWerk, die neun arithmetischen Abschnitte, Kicou tschang,verfasst worden sein 3 ), welches in fast allen nachfolgenden arithmeti-schen Werken als die erste Grundlage der Wissenschaft des Rechnensgenannt wird, und welches schon Tclieöu kong, von welchem nochnachher die Rede sein wird, uni 1100 v. dir. im Auge gehabt habensoll bei einer Vorschrift: 4 S. ) die Böhne der Fürsten und des hohenAdels in den sechs Künsten zu unterweisen, nämlich in den fünfKlassen gottesdienstlicher Gebräuche, in den sechs verschiedenen Artender Musik, in den fünf Regeln für Bogenschützen, in den fünfVorschriften für Wagenlenker, in den sechs Anweisungen zumSchreiben und endlich den neun Methoden mit Zahlen zu rechnen.Wieder Iluäng ti ist es, dem die Einführung eines 60jährigen Cyklusn.ichgerühnit wird. f> )

Zum besseren Verständniss dieser Berichte müssen wir Einigeshier einschalten. Die Cliinesen theilen ihre Zeit nach den Grund-zahlen 12 und Kl ein. Zwölf Stunden bilden ihnen den Tag, undder Zehn bedienen sie sich zur höheren Zeiteintheilung B ), nachdemeine in den heiligen Schriften vorkommende 7 tägige Zeitgruppe

*) (r. Schlegel, Uranographie clünoise. Wir selbst kennen das Werk nur

aus den dessen Tendenz ablehnenden Recensionen von Jos. Bertrand (Journal

des Savans 1875) und von S Günther (Vierteljahresschrift der Astronomischen

Gesellschaft, XII. Jahrgang, Heft 1). *) Perny I. 108. 3 ) Hiernatzki l. e.

S. 62. ') Ebenda S. 67. ä ) Ebenda S. 62. 6 ) Perny I, 10-1.