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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Die Mathematik der Westaraber.

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ihr Vertrauen schenken möchten. Dagegen keimen wir die Namenwestarabischer Schriftsteller, welche vor dein Ende des XIII. S. —ob vor oder nach dem Aufenthalte Gerhards von Cremona in Toledo wissen wir nicht — lebten und welche ähnlich verfuhren. Der Be-richterstatter über die Namen ist Ihn Chaldfin, jener Schriftstellerdes XIV. S., von dem wir eine Stelle über befreundete Zahlen schonfS. 6dl) benutzt haben. Er erwähnt 1 2 ) ein algebraisches Werk,welches unter dem Titel: Der kleine Sattel im Magrib, also imafrikanischen Nordwesten geschrieben worden sei, und aus welchemIhn Albannä einen Auszug verfertigt habe. Von diesem Aus-zuge von der lland des in der zweiten Hälfte des XIII. S. wirken-den Gelehrten Indien wir nachher zu reden. Vorläufig bleiben wirbei dem Berichte Hm (Jhaldüns, welcher fortfahrend erzählt, IhnAlbannä habe auch einen Commentar: Die Aufhebung desSchleiers zu dem kleinen Sattel geschrieben. Dieses Werk sei un-gemein wertlivoll, aber schwierig für Anfänger. Ilm Albannä habesich dabei an zwei Vorgänger angelehnt an „die Wissenschaft desRechnens“ von Ihn Almunfm und an „den Vollkommenen“ vonAl ah dab. Er habe die Beweisführungen dieser beiden Werke zu-sammengefasst und noch Andres, nämlich die technische Anwendungvon Symbolen bei diesen Beweisen, welche zu gleicher Zeit einendoppelten Zweck erfüllen, die abstracte Schlussfolge und die sicht-bare Darstellung, worin eben das Geheimniss und die Wahrheit derErklärung von Lehrsätzen der Rechenkunst durch Zeichen bestehe.Es kann nicht wohl ein Zweifel obwalten, dass diese an sich etwasdunklen Worte richtig auf Dinge bezogen worden sind, wie sie etwain der Vorlage des Gerhard von Cremona vorkamen, und dass diesein mindestens mittelbarer Abhängigkeit von Ihn Almunim oderAlahdab stehen müsste, wenn der Beweis erbracht werden könnte,dass diese Schriftsteller bis auf das XII. S. also bis reichlich hundertJahre vor Ihn Albannä zurückgreifen.

Ilm Albannä, d. h. der Sohn des Baumeisters 3 ) ist 1252 oder1257 in Marokko geboren. Der Vater stammte, wie es scheint, ausGranada . Der vollständige Name unseres Gelehrten war Abü'l AbbäsAlnned ihn Muhammed ibn'Ofmäu Al-Azdi Al-Marräkuschi ihn AlbannäAlgarnäti. Er hat eine grosse Zahl von mathematischen und anderenSchriften verfasst, welche in seiner Lebensbeschreibung aufgezeichuetsind. Auffallenderweise fehlt in diesem von einem Landsmanne Ihn

’) Journal Asiatique für October und November 1854 pag. 371—372.

2 ) Aristide Marre, lliographie d'Ibn Albannä in den Atti delP Academiapontit’icia de Nuovi Lincci unter dem Datum des 3. December 18G5 (Bd. XIX).Steinschneider, Kectification de quelques erreurs ete. Bulletino Boncom-pagni X, 313—314 (1877).

Cantor, Geschichte der Matliem. I.

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