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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Abacisteu und Algorithmikcr.

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nächster Beziehung zu arabischen Kaufleuten und, wie wir (S. 6!H)schon angedeutet haben, hier nicht ohne Einfluss auf das Wissen der-selben, andrerseits jedenfalls auch von ihnen Samen erhaltend, dessenKeimen wir im nächsten Hände dieses Werkes verfolgen müssen,wenn wir in den reichen italienischen Städten uns umsehen, derenBürger die Feder nicht bloss zum Eintrag gewinnbringender Handels-geschäfte in ihre kaufmännisch geführten Bücher, sondern auch zustreng wissenschaftlichen Arbeiten zu benutzen wussten und sich zuTrägern mathematischer Fortentwicklung machten.

Wir haben einen der ersten Schriftsteller, der nachweislich mitder Uebersetzung mathematischer Schriften aus dem Arabischen sichbeschäftigte, schon einigemal genannt: Atelhart von Bath.') SeinHauptwerk „Fragen aus der Natur“ enthält Bemerkungen, welchevermöge der Persönlichkeiten, auf die sie sich beziehen, nur in denersten 30 Jahren des XII. S. niedergeschrieben sein können, undsomit zur Feststellung der Lebenszeit ihres Verfassers führten. Atelharthat um zur Kenntniss der arabischen Sprache zu gelangen, weiteReisen gemacht. Er ist in Kleinasien, in Aegypten, in Spanien ge-wesen, überall die gleichen wissenschaftlichen Zwecke verfolgend undum ihretwillen tausend Gefahren trotzend. Wir wissen schon, dassAtelhart die astronomischen Tafeln des Muhammed ihn MüsüAlchwarizmi übersetzt hat, dass von ihm eine lateinische Bearbeitungder euklidischen Elemente'-) nach dem Arabischen herrührt (S. 611).Ob Atelhart es war, welcher die Uebersetzung des RechenbuchesAlchwarizmis anfertigte, konnte nicht mit Bestimmtheit festgestelltwerden. Merkwürdig wäre es um desswillen, weil Atelhart auch überden Abacus geschrieben hat (S. 763) und somit Abacist und Algo-rithmiker in einer Person wäre.

Als Schüler Atelhart's bezeichnet sich selbst 0 er eat der Ver-fasser eines Auszuges aus einer arabischen Schrift über Multiplikationund Division in den Einleitungsworten: l’rologus 11. Ocrcati in Helcephad Adelhardum Baiotensem nwgistrum sunni. 3 ) Man möchte zunächstin Helceph den Namen des arabischen Schriftstellers erkennen wollen,von welchem die durch O’Creat — wie der Schüler Atelharts wohlgeschrieben werden muss — ausgezogene Abhandlung herrührte.

') Jourdain, liedivrdies nur les anciennen traductions latines d’Aristote(2. ieme ddition) pag. 27, 97—99, 258—277. *) Vergl. darüber einen Aufsatz von

Weissenborn in dem Supplementhefte zur historisch literarischen Abtheilungder Zeitschr. Math. Phys. Bd. XXV (1880). 3 ) Jourdain 1. c. pag. 99, An-

merkung 1 hat auf diese in einer pariser Handschrift des XIII. S. enthalteneAbhandlung hingewiesen. Zum Abdrucke gelangte sie im Supplementhefte derhistor. literar. Abthlg. Zeitschr. Math. Phys. Bd. XXV (1880) mit einer Einlei-tung von C. Henry, welcher wir die von L. Kodet herstammende im Textefolgende Vermuthung über Helceph entnehmen.