Koberval. Torricelli.
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Anglus. Er ist 1590 geboren, bat sich aber, da die Gesetze seinerIleimath Katholiken aus den öffentlichen Schulen fernhielten, bis1626 nicht mit Wissenschaft beschäftigen können. Dann besuchte erFrankreich und Italien , wo er Philosophie, später auch während zweierJahre Mathematik trieb, worauf Familienangelegenheiten ihn nachEngland zurückriefen. Ein 1648 von ihm in Rom herausgegebenesBuch hat einen sehr langen, mit den Worten Hetnisphuerium dissectumbeginnenden Titel. 1 ) Es betrachtet Oberfläche und Rauminhalt vonverschiedenartigen Kugelabschnitten, ausserdem auch die Oberflächeeines schiefen Kreiskegels. Hat ein gerader Kreiskegel die Seite sund sein Grundkreis den Halbmesser r, so ist bekanntlich Ttrs dasMaass seiner gekrümmten Oberfläche, oder auch jrp 2 , wenn g- = rs.Die Oberfläche ist also einem Kreise gleich, dessen Halbmesser geo-metrisches Mittel zwischen dem Halbmesser des Grundkreises und derSeite des Kegels ist. Beim schiefen Kegel giebt es unendlich vieleKegelseiteu paarweise in je einer durch die Kegelspitze und denMittelpunkt des Grundkreises hindurchgehenden Ebene gelegen, unddas arithmetische Mittel aller dieser Seiten muss statt s in die beimgeraden Kreiskegel gütige Formel eingesetzt werden. Zwei Paarevon Seiten zeichnen sich aus, erstens das Paar, welches in der Ebeneliegt, die durch die senkrechte Höhe des Kegels hindurchgeht,zweitens das Paar, welches in der zur genannten Ebene senkrechtenEbene sich befindet. Das erste Paar besteht aus der grössten undkleinsten Seite, das zweite Paar ist das einzige gleichseitige. DieSumme des ersten Paares ist die grösste, die des zweiten die kleinsteder überhaupt möglichen Summen. Den vierten Theil dieser vierausgezeichneten Kegelseiten nimmt White als das arithmetische Mittelaller Kegelseiten. Geometrisch bewiesen sei es allerdings nicht, aberso lange nicht bewiesen werde, dass die Vorschrift falsch sei, halteer sie für richtig. Bequemer kann man sich eine Beweisführung inder Mathematik gewiss nicht machen.
pag. 442. Ein älteres englisches biographisches Sammelwerk hat statt White denDruckfehler Cohite, und dieser Irrthum ist in zahlreiche andere Werke über-gegangen.
') Kästner III, 215—218. Dort ist aus der Vorrede des Buches das Wenigezusammengestellt, was wir von den Lebensverhältnissen White’s angebenkonnten.