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Dritter Band. Von 1668-1758. Erster Teilband. Von 1668-1726.
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8G. Kapitel.

kehrte Niclaus 1705 nach Basel zurück. Seine Arbeiten theilen sichzwischen Mathematik und Jurisprudenz. Er trat 1716 in die mathe-matische Professur in Padua ein, kehrte aber 1719 nach Basel zu-rück, wo er 1722 zur Professur der Logik, 1781 zu der des Codexund des Lehensrechtes ernannt wurde. Wir haben nun noch zweiSöhne von Johann Bernoulli zu nennen: Niclaus Bernoulli 11.(1695—1726) und Daniel Bernoulli (1700—1782). Jener, in Basel geboren, war ein frühreifer Jüngling von den bedeutendsten Geistes-gaben. Er trieb nebeneinander Jurisprudenz und Mathematik, lnjener erwarb er sich 1715 das Licentiat, in dieser unterrichtete erseit 1711 den jüngeren Bruder Daniel. Nach 1716 begab sich Niclausauf Reisen, 1723 berief man ihn als Professor der Rechtswissenschaftnach Bern . Der in Groeningen geborene Daniel wurde, wie wirsagten, durch Niclaus in die Mathematik eingeführt. Später (1721- 1723) genoss er den Unterricht des Vaters, der aber die Fort-schritte des Sohnes unterschätzte und ihn dem Kaufmannsstande zu-wenden wollte, später ihm das Studium der Medizin gestattete.Während Daniel auf Reisen in Italien verweilte, kam an ihn undNiclaus gemeinsam ein Ruf an die nach einem Plane Peter desGrossen soeben ins Leben gerufene Petersburger Akademie. BeideBrüder folgten 1725 mit Freuden diesem Rufe, der ihnen ein Zu-sammenlehen und Zusammenwirken in Aussicht stellte, welches leidernicht von langer Dauer sein sollte. Niclaus starb nach noch nichteinjährigem Aufenthalte in Petersburg . Daniel liess sich nur mitMühe nach Ablauf der fünf Jahre, auf die er sich verpflichtet hatte,auf weitere drei Jahre gewinnen, dann kehrte er nach Basel zurück,wo er nunmehr 1733—1782 verblieb. Seine Stellung war die einesProfessors der Anatomie und Botanik, seit 1750 auch noch der Ex-perimentalphysik.

Wir haben hier nur die rohesten Umrisse des Lebens der fünfMänner gegeben, welche dem Namen der Bernoulli zur Unsterblich-keit verkalfen. Nicht erwähnt wurden die theilweise sehr hässlichenStreitigkeiten, deren Geschichte gleichfalls mit dem Namen der Ber-noulli untrennbar verbunden ist, nicht erwähnt die wissenschaftlichenLeistungen, um deremvillen die Bernoulli so berühmt sind. Für beideswird bald da, bald dort in diesem Bande der nöthige Raum geschafftwerden müssen.

Veranlassung dazu, wenigstens eine Art von Stammbaum derMathematiker Bernoulli an dieser Stelle einzuschalten, gaben uns dieArbeiten von Jakob Bernoulli über Reihen, fünf Abhandlungen,welche unter dem gemeinsamen Titel Propositiones Arithmrticac deScriebus hifinitis eorunique summa finita erschienen, ein Titel dem von