Zahlentheorie. Algebra.
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Grades kennen wir schon lange nach anderen Methoden“ da bliebTschirnliaus die Antwort schuldig.
Aber auch der Beweggrund ist bekannt, der Tschirnliaus zurVeröffentlichung von 1683 veranlasste. Am 25. August 1683 schreibtTscliirnhaus buchstäblich 1 ): Dass sonsten bieshero in den Actis einesund das andere inseriren lassen, ist geschehen, dass sie zu Daris sehen,wie das in meinen studiis fortgehe, und das zugleich andern innotescirc.Es genügte Tschirnliaus nicht, Mitglied der Pariser Akademie zu sein;er wollte gleich vielen anderen Gelehrten von Ludwig XIV mit einem.Taliresgehalte bedacht werden, und deshalb sollte man insbesonderein Paris sehen, wie das in seinen studiis fortgehe. Deshalb warf erin dem gedruckten Aufsatze mit allgemeinen Möglichkeiten um sich,au die er — so ist wenigstens unsere Ueberzeugung — selbst nichtmehr glaubte, wenn er auch in dem eben erwähnten Briefe vom25. August 1683 fortfuhr: Was den methodum anlanget, die liadicesopc ablationis intermediorum terminorum zu determiniren, ist gar leichtzu demonstriren, dass er richtig; ivo es gewiesse rationes nicht verhindern,die ich habe, so tvihl solches publice auch in 5to gradn darthun. Dasmüssten denn doch ganz absonderliche rationes gewesen sein, welcheihn abhielten, nachdem der Gedanke der Methode preisgegeben war,ihre edelste Frucht auf den Markt zu bringen.
Wir sind aus doppeltem Grunde so ausführlich auf Tschirnhausensalgebraische Untersuchungen eingegangen. Erstlich wegen der grossenBedeutung, welche dieselben nachträglich gewonnen haben, nachdemsie fast schon der Vergessenheit anheimgefallen waren, zweitens weilsie uns die Gelegenheit boten, Tschirnhausens Persönlichkeit auch inden wenig lobenswerthen Charakterzügen kennen zu lernen. Tschiru-lnius war unzweifelhaft ein Mann von grosser Geistesschärfe und vonmathematischer Erfindungsgabe. Er durchforschte erfolgreich sämmt-liche damals in Angriff genommenen Gebiete. Aber er beabsichtigteaus seinen wissenschaftlichen Erfolgen einen unmittelbaren persön-lichen Vortheil sich zu verschaffen, und deshalb kam es ihm nichtdarauf an, vor der Oeffentlichkeit manches noch stärker aufzubauschen,als es in seinen eigenen Augen verdiente. Wir werden uns daran zuerinnern haben.
Der Zeitfolge nach nennen wir einige englische Schriften. EinGeistlicher, Thomas Baker 2 ), gab 1684 The gcometrical heg or thegute of cquations unlocked heraus 3 ), dessen wesentlicher Inhalt in dergeometrischen Auflösung der von ihrem zweithöchsten Gliede nicht
l ) Leibniz IV, 499. 2 ) National Biography (edited by Leslie Stephen)
III, 17. s ) Ein Bericht darüber in den P. T. XIV, 549 — 550.
Cantob, (ioschiclitc der Mathematik. III.
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