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Dritter Band. Von 1668-1758. Zweiter Teilband. Von 1727-1758.
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767
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Analytische Geometrie bis 1740. Clairaut. Braikeuridge. De Gua. 767

Fig. 120.

die Pole C, B, B (Fig. 120) werden die Geraden Cd, Bm, Brbewegt und der Durchschnitt der Bm, Br wird längs der gegebenenGeraden VG, der der Cd, Br längs der gleichfalls gegebenen Ge-raden BQ geführt, alsdannbeschreibt der Durchschnittder Cd, Bm einen Kegel-schnitt 1 ).

Der Streit wurde un-seres Wissens nicht weitergeführt. AVir glauben nichtirre zu gehen, wenn wirdas allgemeine Urtheil da-hin fassen, dass Niemandauch nur den leisesten Ver-dacht hegte, Maclaurinkönne sich eine fremde Ent-deckung angeeignet haben.

Aber auch für Braikenridge wird man selbständige Arbeit anerkennenmüssen, die nur zufällig mit Maclaurin’s Ergebnissen zusammentraf,wie dieser Letztere es selbst zugab.

Ein französischer Offizier und Ingenieur Frezier (1682—1773)ist wegen eines 1738—1730 in Strassburg erschienenen zweibändigenAA'erkes: La theorie et la pratique de Ja coupc des pierres et des hois,ou traite de stcreotomie zu nennen. Eine zweite Auflage folgte in3 Bänden (Paris 1754, 1768, 1769 ). AVir haben (Bd. II, S. 019)unter den Händen von Desargues und von Bosse die descriptiveGeometrie entstehen sehen, die damals freilich diesen Namen nochnicht führte. Auch Frezier kannte ihn noch nicht, bezeichnet aberin jeder anderen Beziehung einen grossen Fortschritt. AA T ir selbsthaben freilich sein AVerk nie gesehen und berichten nach zweitenQuellen 2 i. Darnach ist bei Frezier die Theorie von der Praxis ge-trennt und ersterer nebst den Beweisen der erörterten Dinge derganze I. Band eingeräumt.

Zur Darstellung, description, dient hauptsächlich die senkrechteParallelprojection, die man sich durch herabfallende Tropfen Tinteveranschaulichen könne. Die Projectionsebene, plan de description,ist entweder horizontal zur Aufnahme des Grundrisses, projection liori-

l ) Auf Maclaurin’s Figur in den P. T. sind zwei Buchstaben unrichtig,welche wir mit dem Texte in Einklang gebracht haben. 2 ) Chasles, Apercuhist, pag. 355 (deutsch S. 370) und besonders Chr. Wiener, Lehrbuch der dar-stellenden Geometrie I, 23—24, dem wir fast wörtlich folgen.