Band 
Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
Entstehung
Seite
35
JPEG-Download
 

Geschichte d. Mathematik in seihst. Werken, monograph. Arbeiten nsw. 35

dibus, welches Manuskript von der Universität zu Oxford gekauft unddaselbst unter Aufsicht von A. Robertson gedruckt wurde.“ Einerder besten Sachverständigen, E. Xizze, stellt 1 ) der Tätigkeit Torellisein sehr, derjenigen des eigentlichen Herausgebers dagegen ein mindergünstiges Zeugnis aus. Immerhin war bis Heiberg (1880), also fasthundert Jahre lang, wie auch von Poggendorff 2 ) bestätigt wird,dieser oxonianische Archimedes der beste, über den man verfügte,auf den jedermann, der das Original zu verwenden gehalten war, zu-rückgreifen mußte.

Als Kommentator des Euklid hat sich v. Pfleiderer ausge-zeichnet, der in einer ganzen Anzahl von Schriften 3 ) die von ihm beidem großen Systematiker wahrgenommenen Dunkelheiten aufzuhellenbestrebt war. Alle diese Arbeiten verfolgen neben dem geschicht-lichen auch einen ausgesprochen pädagogischen Zweck, der am be-stimmtesten in der Bearbeitung des fünften Buches, deren soebenErwähnung geschah, zutage tritt.

Während die „Kegelschnitte“, das Hauptwerk des Pergäers, inunserem Zeitabschnitte nicht näher betrachtet wurden, richtete sichmehrseitiges Augenmerk auf dessen übrige, nur in ganz fragmenta-rischem Zustande zu uns herabgelangte Schriften 4 ). Dem Traktate„Von den Xeigungen“ galten diejenigen von S. Horsley 5 ) (s. S. 24)und R. Burrow 6 ) (1747—1792); aus den uns gebliebenen Andeutungensuchten die Schrift „Vom bestimmten Schnitt“ wieder aufzubauenW. Wales 7 ) (1734—1798) und R. Simson 8 ). Auch P. Giannieriversuchte in seinen Opuscula mathematica (Parma 1773 1 als Op. III

*) Xizze, Archimedes ’ von Syrakus sämtliche Werke übersetzt und er-klärt, Stralsund 1824, Vorrede. *) Poggendorff, a. a. U. II, Sp. 56. *) v. Pflei-

derer, Expositio et dilucidatio libr^V elementorum Euclidis pars I, Tübingen 1782, pars II, ebenda 1790; Scholia in librum II elementorum Euclidis, pars I,ebenda 1797, pars II, ebenda 1798, pars III, ebenda 1799; Scholia in librum VIelementorum Euclidis, pars I, ebenda 1800, pars II, ebenda 1801, pars 111,ebenda 1802. Dazu gehört ein Exkurs über die euklidische ProportionenlehreHiudenburgs Arch., II [1798], S. 257ff., S. 440tf.). Erwähnenswert sind nochfolgende Schriften Pfeiderers: De dimensione circuli P. I (Tübingen 1787),P. II (Tübingen 1790), Propositionum de rationibus inter se diversis demonstra-tiones ex solis Libri V. Elementorum defmitionibus et propositionibus de-ductae (Tübingen 1793). *) Vgl. diese Vorlesungen P, S. 327 11'.; H. G.

Zeuthen, Geschichte der Mathematik im Altertum und Mittelalter, Kopen-hagen 1896, S. 212ff. 6 i Horsley, Apollonii Pergaei inclinationum libri duo,London 1770. 6 ) Burrow, Restitution of the Geometrical Treatise of Apol-

lonius Pergaeus on Inclination, London 1779. \i Wales , The two Books ofApollonius concerning Determinate Sections, London 1772. *) Bei Lebzeiten ließ

Simson (diese Vorlesungen HI 5 , S. 509) nichts hierüber erscheinen. „Im Jahre1776 ließ Graf Stanhope“ — 1753—1816 — „nachfolgende von Simson

3*