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Abschnitt XX.
gegnet; aber er führte die Zahl 11 nur an, um die Zahl 12 abzu-wehren, welche die kühneren Neuerer statt der 10 einführen wollten,die überall die Basis des Zahlensystems ist.“ Lagranges Vorliebefür die Zahl 10 und ihre Potenzen zeigte sich schon in Berlin , alser J. C. Schulze mitteilte, „daß es villeicht noch besser gethan seynwürde, wenn man, statt die trigonomischen Linien und ihre Logarith-men für Grade, Minuten und Secunden zu geben, dieselben in Gradenund deren tausendste Theile nach Gellibrand Trigonometria Britannicaan. 1033 berechnet lieferte“. 1 )
Die Kommission für die Wahl einer Längeneinheit stattete am10. März 1701 ihren Bericht ab. Sie entschied nicht für das von,der Nationalversammlung vorgeschlagene Sekundenpendel als Einheit,sondern schlug vor, einem 1700 gemachten Vorschläge des Ingenieur-Geographen Bonne folgend 2 ), den zehnmillionsten Teil des Erd-quadranten als Urmaß zu wählen. Die Pendellänge wurde verworfen,weil sie von zwei ungleichartigen Elementen, der Schwere und derZeit, abhänge. Eine dritte Einheit, der Quadrant des Erdäquators,wurde von der Kommission auch besprochen, wurde aber wegen derSchwierigkeit der Messung in unwirtlichen Gegenden von Afrika undAmerika unpassend gefunden.
Am 30. März 1791 wurde von der Nationalversammlung derzehnmillionste Teil des Erdmeridians als Maßeinheit festgesetzt.Mechain und Delambre begannen sogleich die hierzu nötige Grad-messung zwischen Dünkirchen und Montjouy (nicht weit von Bar-celona ). 3 ) Die Arbeit wurde 1702 durch Aufhebung der Akademieeingestellt, aber bald wieder durch Ernennung einer neuen Kommission,bestehend aus Laplace, Lagrauge, Berthollet , Borda, Brisson,Coulomb, Delambre, Hauy, Mechain , Monge, Prony undVandermonde, fortgesetzt. Die Urinaße wurden angefertigt und1709 dem Archiv der Republik einverleibt 4 ). Das Meter war nungleich 3 Fuß 11,296 par. Linien, oder etwas kürzer als der 1705 vor-läufig angenommene Wert von 3 Fuß 11,44 par. Linien.
Um das neue System auch anderen Völkern annehmbar zumachen, wählte man für die Ober- und Unterabteilungen Namen, dienicht der französischen, sondern den neutralen griechischen und latei-nischen Sprachen angehören.
Von großem Interesse sind die Elementarvorträge, welche 1795