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Abschnitt XXV.
tiven erfinden würde, die denjenigen des Desargues vorzuziehenwären; diese Zusage ist in einem an Bosse gerichteten Briefe ent-halten, welcher das Datum des 25. Juli 1057 trägt und der PariserAkademie vier Tage später mitgeteilt wurde und so weite Verbreitungin der Öffentlichkeit fand. Und nun schrieb „pour pretendre au prixque M. Desargues, homme savant et genereux, a propose“, PaterCharles Bourgoing die „Perspective aff raue hie“ (Parislßöl), in welcherviele bemerkenswerte, auf die Anwendung der Konkurspunkte gegrün-dete Konstruktionen ausgeführt werden. Wenn man bedenkt, daßDesargues die Hilfe der Konkurspunkte abgelehnt hatte, so mußman zugeben, daß der Verfasser in der Wahl seines Arbeitsgebietesäußerst geschickt war. Er versucht die Überlegenheit seiner eigenenMethoden über diejenigen von Desargues in sechs Punkten zu be-weisen und nimmt zufrieden mit seiner Ausführung von seinem Buchemit den folgenden Versen Abschied:
„Parcourez l’univers banissant toute crainte,
Le monde ni l’enfer n’auront sur vous atteinte,
Car les plus grands efforts de la temeriteMettent bas les armes devant la verite.“
Das 17. Jahrhundert, welchem die Wissenschaft von der Perspek-tive Forscher ersten Banges, wie del Monte, Stevin und Desargues,verdankt, hat auch noch eine große Anzahl von sonstigen Bearbei-tungen und Einzelbeiträgen hervorgebracht. Alle zu nennen ist un-möglich und wäre auch zwecklos; die wichtigsten aber verdienenwenigstens erwähnt zu werden.
So enthält der V. Band des „Cours mathematique “ von PeterHerigone eine kurze Auseinandersetzung der uns beschäftigendenLehre i Paris 1654, p. 190—217), wo auch die originelle Symbolikangewandt wird, deren Schöpfer er ist (vgl. Bd. II 2 , S. 656).
Vor Herigone (1633 oder etwa 1614) veröffentlichte zu Amster-dam Samuel Marolais die lateinisch geschriebenen „Prinzipien derOptik und der Perspektive“, welche bemerkenswert sind, weil sie denersten Versuch darstellen, die Aufgaben der Perspektive arithmetischzu lösen. Gerade unter diesem Gesichtspunkt erinnert diese Arbeitan eine spätere mit der Überschrift „Andreae Alberti duo libri, priorde perspectiva cum et praeter arithmeticam inventa, posterior deumbra ad eam pertinente“ (Norimbergae 1671), in welcher ausgeführtwird, wie man die Koordinaten des Bildes eines Pimktes, dessen Ko-ordinaten bekannt sind, bestimmen kann.
Mit Rücksicht auf den großen Ruhm, den ihr Verfasser genießt,wollen wir weiter die Arbeit des Pater Niceron (1613—1646) „Laperspective curieuse“ (Paris 1671) anführen, eine hinterlassene und