Die goldene Periode der theoretischen Perspektive.
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ist ein Franzose, der Pater Jacquier (1711—1788; vgl. IIP, S. 841),wegen eines vortrefflichen Kommentars zu den Ne wtonschen „Principia“wohlbekannt, welchen er in Gemeinschaft mit Pater Lesueur (1708 bis1770)geschrieben hat. Auch seine Bearbeitung desTaylorschen Werkes 1 )ist mit schätzbaren Anhängen versehen, von denen einige auch füruns in Betracht kommen, da sie mathematischer Natur sind. Der,welcher die Xr. 8 trägt (die Numerierung folgt der des Originals),bezieht sich auf die Erniedrigungserscheinung, welche die Höhe einesGegenstandes darbietet, falls er sich von dem Auge des Beschauersentfernt, und die Bestimmung der Kurve (Hyperbel), auf welche mandie gleich hohen Gegenstände einer Reihe verteilen muß, damit sieeinem Beschauer als von gleicher Höhe erscheinen. Die folgendeAnmerkung handelt von den verzerrenden Projektionen (Anamor-fosi), welche entstehen, wenn der Gegenstand sich zwischen denAugen und der Tafel befindet; Jacquier zeigt den Zusammenhangdieser Lehre mit derjenigen von den Brennlinien. Der Sinn des V ortes„Schatten“, welchem man in der Überschrift und im Text der V. Notebegegnet, ist derselbe, wie der von Newton (vgl. IIP, S. 423) ange-nommene, da es sich bei Jacquier um Projektionen von Figuren han-delt; mit jenem großen Mathematiker schließt er folgendermaßen: „Si inplanum infinitum a puncto lucidum illuminatum umbrae figurarumprojiciuntur, umbrae sectionum conicarum semper erunt sectiones co-nicae. Ouaemadmodum circulus umbra projiciendo generat omnessectiones eonicas, sic parabolae quinque divergentes urnbris suis gene-rant et exhibent alias omnes secundi generis curvas.“ Um zu diesemwichtigen Resultate zu gelangen, bestimmt unser Verfasser die Carte-sische Gleichung der Kurve, die man erhält, wenn man einen Kegeldurch eine Ebene schneidet. Dasselbe Thema wird in der folgendenNote behandelt, welche die Überschrift „Von der Projektion derKurven“ trägt; in der letzten endlich werden die Eigenschaften derin der Astronomie angewandten Projektionen vorgetragen, d. h. dieProjektionen einer Kugelthiche auf eine Ebene von einem Punkte derOberfläche („stereographische“ Projektion) oder von ihrem Mittelpunkt(„gnomonische“ Projektion) aus; beiläufig gibt der Verfasser eine neueAuflösung der folgenden schon von Descartes und de l’Höpitalbehandelten Aufgabe: „die Kreisschnitte eines Kegels zu bestimmen,dessen Mittelpunkt und kegelschnittförmige Basis gegeben sind“. Ausalledem geht klar hervor, daß Pater Jacquier den Einfluß, welchendie Zentralprojektion auf die Geometrie auszuüben bestimmt war, in