Abschnitt XXV.
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Werk zu schwierig und zu wenig praktisch fanden. 1 ] Umnun aber seinen Fachgenossen die Anwendung der TavlorsehenMethoden leichter zu ermöglichen, schrieb der Maler .Josuah Kirby(1716—1774) ein zweihändiges Werk mit dem langen Titel: ,,Dr. BrookTaylors Method of Perspective made easy both in theory and prac-tice. In two books. Being an Attempt to make the Art of perspec-tive easy and familiär to adapt it entirely to the art of design; andto make it an entertaining study to anv gentleman who shall c-hoseso polite an amusement“ (Ipswich 1754). Wir wissen nicht, welcheAufnahme diese Arbeit gefunden hat, und ob der Verfasser seinenZweck erreicht hat. Dagegen ist es aber zweifellos, daß jeder Mathe-matiker, der das Werk mit demjenigen Taylors vergleicht, findenwird, daß es einen entschiedenen Rückschritt gegen jenes bedeutet,da mau die sehr schätzenswerten Eigenschaften von Allgemeinheitund Bündigkeit, denen wir beim Autor begegnet sind, heim Kommen-tator vergebens suchen wird. Allerdings hat Kirby das Verdienst,die älteren Perspektivmethoden im Zusammenhang dargestellt unddie Anwendung derjenigen Taylors zur Bestimmung der Schattenauseinandergesetzt zu haben . 2 1
Einen ähnlichen Zweck hat der „Traite de perspective lineaire“(Daris 1771) von S. X. Michel; er ist aber praktischer und elemen-tarer als das Werk von Kirby, da er nur Definitionen und Beispieleenthält.
Der Beifall, mit welchem das Werk Taylors in der mathema-tischen V eit begrüßt wurde, findet seine Bestätigung in einigen Er-scheinungen, welche der Geschichtsschreiber nicht unerwähnt lassendarf. Zuerst das monumentale Werk „Stereography or a generalTreatise of Perspective in all its Branches“ (London 1748) vonII. Hamilton, welches viele Erörterungen über die TaylorschenMethoden enthält. Dann kann die italienische und französische Übersetzung des Taylorscheu Werkes erwähnt werden. Der Ver-fasser der letzteren Arbeit 3 ) ist uns unbekannt; der der ersteren aber
') Vgl. Poudra, „Histoire “, p. 529. *) Wollte man sich von der Pflicht
befreien, der chronologischen Ordnung getreu zu folgen, so konnte mau außerden im Texte angeführten Ereignissen noch ein anderes erwähnen, daß nämlichein großer Geometer wie L. Cremona es nicht unter seiner Würde hielt, dieTaylorschen Methoden in die moderne Sprache der Wissenschaft zu übersetzen;mau sehe den Aufsatz „I principi della prospettiva lineare secondo Taylor“,welcher mit dem Anagramm Marco Uglieni im III. Bd. (1865) des „Giornale dimatematiehe“ veröffentlicht wurde. s ) „Nouveaux principes de la perspectivelineaire; traduction de deux ouvrages: l’un en anglais du docteur BrookTaylor, Tautre en latin de M. Patrice Murdoch“, Amsterdam 1759.