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Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
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Lehrbücher der Infinitesimalrechnung.

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Hierosolvmiten. Geboren zu Bollate bei Mailand am 24.November 1760,war er 1787 Repetitor, 1798 Professor an der Universität zu Pavia .

Als im Jahre 1799 die Studien an dieser Universität unterbrochen

wurden, ging er nach Coruo als Professor am dortigen Lyceum, kamaber im nachfolgenden Jahre, hei der Wiedereröffnung der Universität,nach Pavia zurück als Substitut von Gregorio Fontana , welcherals Mitglied des Corps legislatif der zisalpinen Republik von Pavia ferngehalten wurde, bis er später zum Professor der Einleitung indie Infinitesimalrechnung ernannt wurde. Er starb zu Mailand am26. Januar 1839. Die Geschichte seines Lehrbuches der Infinitesimal-rechnung 1 ) erzählt er wie folgt. Nachdem d’Alembert , sagtLotteri,den Spuren Newtons folgend, die Infinitesimalmethode durch die

Grenzmethode ersetzte, wodurch die Analysis viel lichtvoller gewordenist, sind zahlreiche Lehrbücher der Infinitesimalrechnung in allen

Ländern erschienen. Unter diesen zeichnet sich ein von einem un-genannten preußischen Offizier 2 ) zum Gebrauche der Ingenieure undder Artillerie verfaßtes kleines Buch aus. Lot-teri fing an, dasselbezu übersetzen, sah aber bald ein, daß manche Berichtigungen undZusätze nötig waren, und daher zog er es vor, das Werk in eineetwas verschiedene Form zu bringen; dazu bediente er sich zum Teilselbständiger Forschungen, entnahm aber die Theorie der Krümmungund der singulären Punkte dem Lehrbuche von Cousin (s.u.), die Integral-rechnung dem von Bezout. Vier Zusätze von Fontana betreäenden Integrallogarithmus, eine Differentialgleichung zweiter und einedritter Ordnung, und die Ausdehnung der Taylorschen Formel aufFunktionen von mehreren Veränderlichen.

4’on zwei Lehrbüchern von Schultz haben wir schon frühergesprochen; wenn auch in ihnen der Begriff vom Unendlichen vor-kommt, so beschäftigt sich doch keins von beiden mit der Infinitesi-malrechnung.

Ein Werk von nicht ganz entschiedenem Charakter ist die Teoriadell’ analisi 3 ) von Pietro Franchini (s. o. S. 313), geboren zu Parti-gliano bei Lucca am 24. April 1768, gestorben zu Lucca am 26. Januar 1837,Professor der Philosophie am bischöflichen Seminar zu Veroli beiRom . Es besteht aus vier Abschnitten: I. Theorie der Rechnungen,

*) Principj fondamentali del calcolo differenziale e integraleappoggiati alla dottrina de’ limiti, Pavia 1788. * *) War er etwa der

schon oben erwähnte Tempelhoff? oder von Massenbach, \ erfasser der: An-fangsgründe der Differential- und Integralrechnung zum Gebrauchder Ingenieurs und Artilleristen, von einem K. Pr. Offizier, Halle 1784?

*) Teoria dell’ analisi da servire d'introduzione al metodo diretto,ed inverso de’ limiti, 3 Bde., Roma 1792—93.