Lehrbücher der Infinitesimalrechnung.
689
p + o = p (x + i ) = p + ip H -,
y + iy H— = f(p + °) = /'Cp) + ofO) —
= f(p) + (ip H-) f G>) + • • • = /Tp) + *>?'(» + • • • >
also:
//' = p'f'(p)-
Ist nunmehr y = f(p, q), und setzt man x + i statt x in p, sowird die Funktion:
f + ipfp H-*)>
setzt man dagegen x + i statt x in q, so erhält man:
/'+ «üf7 s 'H—;
es ergibt sich folglich durch die gleichzeitige Einsetzung von x + iin j) und in q:
t + i ( l (f.j + + ••*) + ip (t P + • • ■)>
also:
y'=-p'fp+ a'f'r
Ist y = f(x) eine implizite, durch die Gleichung:
F(x, y) = 0
definierte Funktion von x, und setzt man:
F{x, f(x)) = (f (x),
so erhält man aus tp(x) nach Ersetzung von x durch x + i:
q, (x) + i (f ' («) + •••;
es ist aber q)(x) = 0 für jeden Wert von x, folglich ist (p'(x) = Q oder:
f; + y'F; = o,
woraus sich ergibt:
F *
y=- F; -
Die Regel von L’Hospital wird folgendermaßen bewiesen. Es sei:
aus:
ergibt sieh:
</-£§, rt»)-F(a)-0;
yF (x) = f(x)
y'F(x ) + y F' (x) = f' (x),und hieraus für x = a:
*) Lagrange bezeichnet die partiellen Ableitungen von f(p, q) nach p, q,wo p, q Funktionen von x sind, mit f’{p), f'(q), dagegen die Ableitungen vonfix, y) nach x, y mit f'(x, yj, f x (x, y).