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Nürnberger E.B. nicht beitxciben konnte, was inzwischen für meineBeweisführung selbst ganz gleichgültig ist, da der Längenvorzug ei-ner Alb- vor einer Brenzbahn innerhalb die Landesgränzen fällt undvon Sontheim an jede weitere Linie für beide Bahnen eine gemein-schaftliche ist. Legen wir nun auch die längere Lokomstivbahn überdie Mb zu Grunde (30,33 würt. St.), so erhalten wir folgendesResultat: Von Kannstadt
über die Alb. über Svntheim.
nach Friedrichshafen 58 St. 69,42 St.
In diesem Falle steht die Rems -Brenzbahn gegen die Albbahnin Beziehung auf Augsburg und Nürnberg mit 4,58 St. im Vor-theil, in Beziehung auf Friedrichshafen aber noch immer mit 11,42St. im Nachtheil: ein Nachtheil, welcher den inländischen Verkehr,die Verbindung und den Austausch der nördlichen und südlichen Lan-deshälfte durch einen Umweg von 11 St. belästigt, während der aus-wärtige Verkehr nur durch ein Ersparnis von 4 St. begünstigt erscheint.
Die Petition erinnert auch „an eine militärische Rücksicht,sofern es für den Fall eines Krieges mit Frankreich wünschenswerthseyn dürfte, in möglichst kurzer Frist ein starkes Armeekorps aus Süd-und Mitteldeutschland gegenüber von Straßburg zu versammeln,wozu eine aus Sachsen und Baiern bis an den Oberrhein fortlau-fende E.B. gegen eine zwischen Augsburg und Ulm oder Augsburg und Geißlingen aufhörende einen Vorsprnng von zwei bis dreiTagreisen darbieten würde." — Der Albübergang ist der Punkt, mitdem alle Raisonnemenö der Petition stehen und fallen, somit auchder strategische — und ich denke, es sollte dem Leser nun begreiflichseyn, warum die Petition absolut keinen Albübergang auf Schienen-wegen aufkommen lassen darf. Nur auf den Grund der Unmöglich-keit einer Lokomotiv - und Pferdebahn über die Alb, auf die Voraus-setzung einer monströsen Vereinigung von Eisenbahn und Chausseehin konnten die Vertreter einer Rems -Brenzbahn ihrem Klienten Vor-züge berechnen; schon die Verlängerung der Bahn von Sontheim nach Ulm bringt den Vorzug größerer Wohlfeilheit ins Gedrängeund neigt die Wage der Albbahn zu, um derselben nun auch hin-sichtlich der Baukosten-, des Betriebsaufwands und der Erstreckungden Preis zuzuerkennen, nachdem die zu naher Hand liegende Ent-deckung gemacht worden, daß eine Pferdebahn über die Albeine doppelte Möglichkeit ist, da die Technik die einfacheMöglichkeit einer Lokomotivbahn erwiesen hat. Ja dieAlbbahn verliert unter dem Gesichtspunkte einer Pferdebahn, wor-über ich das Nähere weiter unten vorbringen werde, selbst den Cha-rakter ihrer Terramschwierigkeiten, so daß sie sogar mit der unwider-sprochenen und unwidersprechlichen, wenigstens auf dem größten Theileihrer Erstreckung vorhandenen Terrainaunst der Rems -Brenzer Bahn