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Die Bedeutung der Eisenbahnen für den deutschen Zollverein mit besonderer Rücksicht auf Württemberg / von J. Mährlen
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Hingt; trefflich, da die Jugend sonst mit dem Leben davonstürmte und dieGeschichte der Menschheit in Einem Jahrhunderte consumirte. — Hiewignner der Bewegung, begeistert von einer Erfindung, die (nachSchwab. Merkur, 24. Dez.) „zu den großartigsten unseres Zeit-alters gezählt werden muß," hingerissen „von dem Zauber, sich mitSturmesgeschwindigkeit von einem Orte zum andern zu bewegen,"u>W „erhoben von dem Gedanken, Deutschland und vielleicht Eu-ropa durch ein E.B.netz gleichsam zu einer großen Familie vereinigtsu sehen" — die Bewegungspartei ruft für Würtemberg um jedenPreis eine E-B. an, hüpft mitunter über die Millionen, die demStaate aufgebürdet werden, mit einer Leichtigkeit weg, als wärenfs Maulwurfshügel, tadelt die Regierung wegen ihres bisherigenZaudernS, und hält jede Stunde längeren Zögerns für verderblich,aus Furcht, von den Nachbarstaaten am Rhein oder Main überflü-gelt und trocken gelegt zu werden. — Die Männer des Centrums,ben EBB. an sich geneigt, aber vor den Schwierigkeiten und Ko-sten einer würtemb. Schieuenbahn zurückschreckend, zugleich mit Zwei«üln über die Ertragbarkeit einer solchen erfüllt, halten sie für eineharte-, durch äußere Verkehrsverhältnisse auferlegte Nothwendigkeitund überwiegend mehr für ein negatives Prinzip der Selbsterhaltungals für ein positives Mittel des inneren Fortschritts. — Sicherlichalldet die Zahl der Anhänger einer würtemb. E.B. die große Ma-ürität; aber ebenso gewiß ist, daß ein Drittheil darunter ein mehrsaures als süßes Gesicht dazu macht. Ich denke aber, es sollte sich einerWürtemb. E.B. eine freundlichere Ansicht abgewinnen lassen, eine soll-te, die nicht eben zum Jubel stimmt, aber eben so wenig zur Trauer,die vielmehr ein mittleres Maß der Empfindung hervorruft, VertrauenZustößt und Hoffnungen erweckt, die nicht zu Schanden werden,ferner bin ich der Ansicht, daß bei einer würtemb. E.B. nicht ein-zig von gebieterischen Rücksichten äußerer Verkehrsbezichungen, son-dern gar sehr auch von inländischen Motiven, nicht bloß von Selbst-Aaltung, sondern von positiver Förderung die Rede seyn könne,"sch werde also von einer Nothwendigkeit und von einer Nützlichkeitiu sprechen haben.

Wenn Personen oder Staaten, welche bisher in gegenseitigerAbsonderung und Ausschließung ihre Sonderinteressen verfolgten, sichur ein Bündniß begeben, so geht die wichtige Veränderung mit th-uen vyr, daß ihr Partikularinteresse dem Einfluß des Ganzenunterworfen wird. Sie hören in allen den gemeinschaftlichen Zweckbetreffenden Angelegenheiten auf, für sich ein Ganzes zu bilden undtreten als Theile in die Abhängigkeit von einem Allgemeinen,bffs gleichmäßig über allen Gliedern steht und in welchem jedesMne dahingegebene Freiheit und sein Sonderinteresse wieder zu ge-winnen hofft. In dieser Lage befindet sich jedes Mitglied des deut-sche« Zollvereins. Würtemherg hat von dem Augenblicke an, wo

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