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Erster Band.
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3. Das Stengelchen liegt in den meisten Fällen in gleicher Richtung mit dem Würzelchenund nur sehr selten ist es auf das Würzelchen zurückgebogcn (Cauliculus reflexus) wie beiCaryocar tomentosum (Fig. 2047, A. c. B c.) oder gar sammt den Samenlappen in dasWürzelchen selbst eingesenkt oder von diesem umschlossen (radiculae immersus seuradicula inclusus), wie bei Caryocar butyrosum (Fig. 2048, A. c. B. c.).

4. Das Stengelchen ist stets astlos oder einfach (simpIex) und unbeblättert (aphyl-lus) mit Ausnahme mehrerer Wolfsmilcharten (Euphorbia exigua, E. heterophylla undE. Lathyris), bei weichen nach Röper's Beobachtungen (Enumer. Eupborb. German. etPannon. p. 19. tab. 3. f. 58.) sich (jedoch erst nachdem die junge Pflanze schon eine gewisseGroße erreicht hat) zuweilen auf dem ursprünglichen Stengelchen Knospen bilden, die in Aesteund Blatter auöwachsen.

Bemerk. 2. Nach dem hier Gesagten ist das Stengelchen des Keims nicht, wie Nees v. Esen-beck (Handb. d. Bot. II. S. 540, 547 und 549.) zu wollen scheint, über dem Anheftungspunkte der Sa-menlappen zu suchen oder mit dem Streichen des Knöspchens (§. 192, Nr. 8.*) zu verwechseln.

§. 192.

Das Knospchen (Gemmula Rieh.') (§. 67, Nr. 2, b. y.) ist wirklich die Knospe desKeimpflänzchens, welche sich bei der Keimung zu dem beblätterten Stamme der Pflanze ent-faltet.

Synon.: Federchen (klumnla Lin. Gaertn. Link.'). Andere verstehen (wie schon §. 67,

a. a. O. bemerkt worden) unter Federchen das Knöspchen sammt dem Stengelchen.

Es kommt vor:

1. nackt (nuda), wenn es frei dem Samenlappenkörper anliegt, ohne von ihm bedeckt zu

seyn: Ruppia (Fig. 1963, a. /?.), Triticum (Fig. 1968, A. c. B. c), Avena (Fig.

1969, A. c. B. c.) und die meisten übrigen Gräser;

2. verdeckt (obtecta), wenn es überhaupt von dem Samenlappenkörper umgeben ist, wo-bei es seyn kann:

a. eingeklemmt zwischen die Samenlappen (inter cotyledones compressa): beiden meisten zweisamenlappigen Keimen (Fig. 2035, B. b. Fig. 2060, A. Fig. 2061.);

b. eingesenkt (immersa) oder eingekeilt (intrusa): Hydrocharis Morsus ranae (Fig.1983, a. a. b. a. c. «.);

c. umscheidet (vaginata): Zea Mays (Fig. 1974, B.), Sorghum (Fig. 1967.), Coix(Fig 1973, A.);

d. eingeschlossen (inclusa), wenn es ganz von dem Samenlappenkörper umschlossenist: Aesculus (Fig. 2035, B. b.), Oryza (Fig. 1972, A. B. c. C. c.), Canna (Fig.