12. Cap.
Vererbung.
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Autors 64 durch ein ganzes Jahrhundert hinzugefügt werden konnte,so werden doch andere Missbildungen sehr selten oder niemals ver-erbt. Von diesen letzteren Fällen sind viele wahrscheinlich eineFolge von Verletzungen in dem Utems oder dem Ei, und sie wür-den dann unter die Rubrik der nicht vererbten Verletzungen oderVerstümmelungen fallen. Bei Pflanzen liess sich leicht ein langerCatalog vererbter Monstrositäten der bedenklichsten und verschie-denartigsten Natur aufführen; und bei Pflanzen haben wir keinenGrund zur Annahme, dass Monstrositäten durch die directen Ver-letzungen des Samens oder Embryo’s verursacht werden.
Ursachen der Nichtvererbung.
Eine grosse Zahl von Fällen von Nichtvererbung sind nach demPrincip verständlich, dass eine starke Neigung zur Vererbung exi-Stirt, dass sie aber durch feindliche und ungünstige Lebensbedin-gungen überwältigt wird. Niemand wird annehmen mögen, dassunsere veredelten Schweine, wenn sie gezwungen würden mehrereGenerationen hindurch herumzustreifen und im Boden nach ihrereigenen Subsistenz zu wühlen, so rein, als sie es jetzt thun, ihreNeigung zum Fettwerden und ihre kurzen Schnauzen und Beinevererben würden. Zugpferde würden ganz bestimmt ihre bedeu-tende Grösse und massiven Gliedmaassen nicht lange überliefern,wenn sie gezwungen würden in einer kalten, feuchten, bergigen Ge-gend zu leben: und für eine solche Verschlechterung haben wir ge-radezu ein Zeugniss an den Pferden, welche auf den Falkland-Fnselnverwildert sind. Europäische Hunde vererben in Indien oft ihrenwahren Character nicht. Unsere Schafe verlieren in tropischenLändern ihre Wolle in wenig Generationen. Zwischen gewisseneigenthiimlichen Weidearten und der Vererbung eines vergrösser-ten Schwanzes bei fettschwänzigen Schafen, welche eine der älte-sten Rassen der Welt bilden, scheint auch eine nahe Beziehung zubestehen. Was Pflanzen betrifft, so haben wir gesehen , dass dieamerikanischen Varietäten von Mais ihren eigenthiimlichen Cha-