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Allgemeine Einleitung.
und Borkhauscn für die des Gehörs; andere für beydes zugleich. — Nöscl willbeobachtet haben, daß sie ein Tagschmetterling bey der Begattung gebraucht habe. Obnun gleich die Meinung, es waren Gehörwcrkzeuge, von einem Sachkenner, Pezoldin seinen Lcpidoptcrologischen Anfangsgründcn, Coburg bey Ahl 1796, bezweifelt wurde;so scheint sie doch die richtige und fast allgemein angenommene zu seyn. Wer dieser Mei-nung deshalb entgegen ist, weil viele im Ruhestand ihre Antennen beylegten und in eine sagesehten, die zum Riechen und Hören nicht bequem sey; wer da glaubt, sie seyen ihnen das,was den Fliegen und Mücken und allen Zweyflüglern die Balaneicrstabchen sind, sie in,Flug im Gleichgewicht zu halten und denselben zu dirigiren: der denkt nicht daran, daßdie ungcflügelten der siebenten Lmueischeu Ordnung, nicht ohne Antennen sind. Neben-zweck mag das wol sey», als wie die Vögel Kopf, Füße und Schwanz, auch zur Direk-tion ihres Flugs zu gebrauchen wissen; allein nimmer Hauptzweck. Man kann die Bey-legung der Fühlhörner im Ruhestand nicht als eine Widerlegung der Meinung für da6 Ge-hör ansehen. Der Ruhestand ist gleichsam der Schlaf, in welchem auch die Sinnen ruhen.Werden sie darinnen gestört, so treten die Fühlhörner sogleich hervor und lauren. Wennder Tagschmcttcrling sitzet: so streckt er seine Fühlhörner in die Höhe, macht damit allerleyBewegungen, ohne zu fliege». Warum der so verschiedene Bau dicker Glieder nöthigwar, oder warum manche, wie z. B. der Wasserscorpion (nepn L.) so kurze, und dieBockkäfer, z. B. der ZiMiNerbockkafer (Cerainb. aedilis Lin, Lamia aedilis Fab.),desgleichen die Motte Degeerella Linn. , so gar lange Antennen erhielten, kann nicht soleicht befriedigend beantwortet werden.
Der Mund, der bey den meisten unter dem Kopf, bey einigen an der Brust ist,besieht bey den Käfern (Coleoptera Lin. Eleutherata Fab.) aus einer Lefze oder Ober-lippe, zwey Kinnbacken (desgleichen die Schrötcrhörner sind), zwey Kinnladen, einer Un-terlippe, und bald aus vier, bald aus sechs Freßspitzen, die auch Fühlspitzeu, Barlspitzen,Fühlerchen, Palpen, genannt werden. Bey den Fabricisck-cn Ulonads besteht derMund aus 4 Palpen, einer bedeckten Kinnlade mit stumpfem Helm; bey seinen Svnista-tis aus 4 Palpen, die Kinnlade nebst der Lippe bekränzt; bey den Piezatis aus 4 Palpen;die Kinnlade hornicht, breitgedruckt, zuweilen verlängert; bey den Odonatis aus 2 kur-zen Palpen, die Kinnlade hornicht und gezähnt; bey den Mkosatis aus 2 Palpen, dieKinnlade fadenförmig und häutig; bey den Unogatis aus 2 hervorstehenden Palpen, dieKinnlade hornicht und beklaut; bey den Polygonatis aus mehreren Kinnladen innerhalbder Lippe; bey seinen Lleistagnatbis aus mehreren Kinnladen, die außerhalb der Lippeden Mund schließen; bey den Exoclmatis aus mehreren Kinnladen außerhalb der Lippe,
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den. Vielleicht lind auch deswegen bey denKäfern, die sehr kurze Fühlhörner haben, dieSpitzen durchblättert, damit ihnen das, wasan verhänge abgeht, durch die mehreren Spiz-zcn ersetzt werde, und sie doch gut von fernehören können. Die Fühlhörner stehen auch
gewöhnlich da, wo bey andern Thieren dieOhren sind.
Eine völlig ähnliche Bemerkung hat derEngländer Marsh am, von dem Ichneu-mon manifestator, in den Transactions1791 angeführt.