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Erster Abschnitt.
von den Freßspitzen bedeckt; bey seinen Glossatis (Schmetterlingen) aus einer Spiralzungezwischen 2 bis 4 zurückgebogencn Palpen; bey den Rvngotis aus einem Rüffel mit geglie-dcrter Scheide; bey seinen Antliatis befindet sich statt des Mundes ein gebrochener zurück-ziehbarer Rüstest wo jedoch die Bremse (Oe8tru8) eineAusnahme machst die Z Punkte oderKnötchcn ohne Rüffel hat.
Bey den Käfern ist die Lefze breiter als lang, beweglich, mehr oder weniger breit,und am Vordercheil des Kopfschildes befestigt. Der Kopfschilv ist zuweilen ein Fortsatz derStirne, zuweilen von derselben durch eine Ouernath getrennt. Die Kinnbacken (Kiefern,rnandibnlae,) bewegen sich seitwärts, sind gewöhnlich hart, hornartig, ziemlich derb.Zuweilen sind sie löffelförmig ausgehöhlt mrt scharfen Rändern, oder endigen sich auch in 2oder Z Zähnchcn. Bey einigen Arten der Käfer sind sie lang und mit spitzen Zähnen be-waffnet. Bey einigen ist die linke Kinnbacke auffallend. Beym linken Stußkafcr (In8terlaevus Rossi) ist solche größer, und zuweilen auch anders und stärker gezahnt als dierechte. Da wo sie gar zu fehlen scheinen, sind sie dennoch da, aber sehr klein, undunfähig, dem Insekt Nutzen zu schaffen, z. B. bey solchen Arten, die keine Nahrungzu sich nehmen, oder bey Metallkäfern, die nur von Blumensaft leben. Die Kinnladenoder Maxillen, die unter den Kinnbacken liegen, werden auch seitwärts bewegt. Sie sindhornartig oder häutig, einfach oder getheilt, nackt oder mit Haaren, Franzen und Zähnenbesetzt. Sie sind kleiner als die Kinnbacken, und jede trägt an ihrer Außenseite oder Rük-kenseitc eine oder zwey Freßspitzen. Doch sind bey Gattungen, wo die Kinnbacken häutigsind, die Kinnladen auch wol groß, z. B. beym Pillenkäfer, Metallkäfer. Herr Illigerin der Uebersetzung von Oliviers Entomologie I. Th. iFoo in der Anmerkung a , unter-scheidet an der Kinnlade z Theile. Der größere Wurzeltheil (Basis), hat am obern in-nern Ende einen Fortsatz, der unbeweglich sitzt, und neben diesem an der Außenseite nocheinen andern Fortsatz, der durch ein Gelenk verbunden ist, und sich seitwärts bewegen läßt..Jenen nennt er den innern Fortsatz, diesen den beweglichen oder äußern. Mit diesem letz-ter», dem beweglichen Fortsatz, sind die innern oder mittlern Freßspitzen bey manchen Gat-tungen , z. B. bey den Laufkäfern (Carabus) und Sandkäfern (Cicindela) einerley,womit auch Herrn Knochs Erfahrungen übereinstimmen. Dies hat auf die Gat-tungsbesiimmungen einen Einfluß, indem wir nun eine Menge von Käfern mit sechsFreßspitzen bekommen, oder indem nun keine Gattung mehr sechs Freßspitzen hat, auswelchem Gesichtspunkte man es nehmen will. Die Lippe, worunter man allemal dieUnterlippe versieht, welche den Mund von unten bedeckt, trägt die beyden andern Freß-spißen. Was zwischen der Lippe und der Kehle (dem untern Theil des Kopfs liegt, unddem Kopsschild der Oberseite völlig entspricht, nennt Herr Illiger a. a. O. das Kinn(mentum).
Die Freßspitzen oder Palpen selbst, werden bey den Käfern in zwey vordereund zwey hintere getheilt. Jene vorder» oder äußern sitzen an der Kinnlade, und sind vier-gliedrig; diese sitzen an der Lippe oder zuweilen auch am Kinn. Und die zwey zweifelhaf-ten sind die innern oder mittlern bey denen, wo man an den Kinnladen doppelte (also inallem sechs Palpen) annimmt. Fabricius giebt aber unrichtig den zweifelhaften den
Na-