Allgemeine Einleitung.
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durch den Mund athmet. Sie haben Klappen und liegen mit der Naht/ welche dasBruststück mit dem Bauch verbindet, in gleicher Linie. Es finden sich am Hinterleib zumAlis- und Einathmen gerade doppelt so viel Luftlöcher als Ringe, d. i. zehn bis vierzehn.Wenn man dieselben mit Del oder andern, dem äußern Eindringen der Luft hinderlichemFette, besircicht, so stirbt das Insekt.
Die Zeugungsgiieder finden sich nicht durchaus gleich bey allen Insekten.Acußerlich findet man am Bauchende des männlichen Schmetterlings zwey löffelförmigeStücke, darin das Zeugungsglied steckt. DaS weibliche ist'cine mit einer besondern Deckebedeckte Spalte von mondförmiger Gestalt. Malphighi, Reaumür, Swam-merdam m, Degecr, wie auch Müllvr in der ausführlichen Erklärung des Linnei-schen Natursystcms 5. Band S. 555, und Schmicdlcin in der Einleitung zur Kennt-niß der Jnsektenlehre S. 126 Tab. 1. Fig. 5. 6. haben gute Beyträge geliefert, wie auchPczo ld am angeführten Orte S. 74 vorn Sphinx stellatarum. Von verschiedenen an-dern Insekten, vorzüglich vom Floh hat Rö sel im 2. Band, von den Mücken undSchnaken, lab. 2 — 4. das Nöthige mit Vergrößerung abgebildet und beschrieben. —■Bey den männlichen Spinnen geben die hakenförmigen Anhänge der Füße den Unterschieddes Geschlechts an.
Fünftes Kapitel.
IV. Die übrigen Glieder, die an den Rumpf angefügt sind.
§^ieß sind die Flügel, die Flügeldecken, die Beine und der Schwanz.
Der Flügel sind bey der ersten und zweyten Ordnung der Insekten, nämlich denKäfern und den Halbflüglern, zwey. Sie sind häutig, mit Adern durchflochtcn, ineinander geschlagen, öder auch zuweilen nur ganz einfach kreuzweis übereinander gelegt.An ihrer Stelle ist zuweilen nur ein Flügelstumps oder Flügelansah vorhanden; zuweilenfehltauch dieser. Sie werden von zwey Scheiden bedeckt, die man Flügeldecken(Decken, Deckflügel) nennt. Sie sind in einander geschlagen, wenn sie langer sind, alsdie Decken, oder nur kreuzweise über einander gelegt, wenn sie diese nicht an Länge über-treffen. Manche Käfer, z. B. ein Theil der Laufkäfer, sind ohne eigentliche Flügel.
Die Flügeldecken der ersten Ordnung stoßen in einer geraden Linie aneinander,welches man die Naht nennt. Sie haben die Härte des Horns; ja oft sind sie noch viel
härter,