Band 
Erster Theil.
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Erster Abschnitt.

Thieren, in Fleisch, Honig, Käse; in Mist; in Körnern, Hülsen, Mehl, Pelzwcrk,in Laub, Holz unv Wurzeln. Wovon auch noch unten, bey Anzeige des Schadens,der von Insekten kömmt, manches vorkommen wird. Dies gilt aber nur von ihren Lar-ven. Denn die meisten Käfer und Schmetterlinge im vollkommenen Stande leben nichtvon Körnern, Hülsen, Pelzwcrk, Mehl oder Laub, sondern bleiben fast nahrungslos,oder saugen nur Blumensaft. Hingegen leben, wie schon oben bey Erklärung der Mund-thcile angeführt worden, folgende Käfergattungen: Die Fingerkäfer (Scarites F.), dieLaufkäfer (Carabus L. F.), die Sandkäfer (Cicindela L. F.), und sehr viele aus andernOrdnungen sowohl im Larven- als vollendeten Stand, von: Raube, und würgen andereInsekten. So leben auch die Spinnen in den drey Ständen von Fliegen, kleine Schmet-terlingen und sogar kleinen Spinnen. Einige Miniep-Raupen unter den Mottcnphaläncn,und einige Minierer unter den Rüsselkäferchen leben zwischen den zwey Blatthäuten.

Man spricht ihnen die Augen ab, obgleich Lyonnet, Klcemann, Degeer,Röscl und Schäfer die sechs schwarzen durchsichtigen Körner, die an jeder Seite desRaupenkopfs stehen, für Augen gehalten. Schade, daß sich diese vermeinten Augen nachübersiandcncr Häutung verlieren, oder doch bedeckt sind. Die Spinnwarze der Raupeliegt unter dem Kopfe. Den Raupen der Linneischcn Pap. equitum, und der (Babel*schwanzraupc (phal. Pomb. Vinula L.) siht ein zweyarmig Fühlwerkzcug (dno tentncula)am Kopf, das sich aus-und einschiebt, und nicht sowohl zur Vertheidigung, als viel-mehr zur Absonderung bestimmt scheint, z. B. beym Fenchelfalter, Pap. Machaon L. F.

Die Schmetterlingsraupcn haben nie mehr als sechzehn, und nie weniger als achtFüße, worunter immer sechs Brusifüße sind. Einige derselben leben gesellig und in Men.ge beysammen, z. V. die Processionsraupe, die vom Weißdornfaltcr rc. Einige sindSacktrager, als eine gewisse Mottenfaimlie Phalaenae tineae bombyciformes Viennen-sium, die in einem Futteral oder Säckchen wohnen, das sie immer mit sich fortschleppen.Der langhändigen Chrysomele (Chrysoin. longimana L.) eignet Johann GottfriedH übner zu Halle, in Füeßly Archiv, ebenfalls eine Sackträgerlarve zu. Sehr artigsind die aus allerley Materialien, Sand, Muschelchen, Holz und Stroh verfertigten,röhrenförmige» Gehäuse, die sich die Larven der Stinkfliegcn (Wassereulen, Wasserschmet-terlinge (Phrygneae L.) bauen und bewohnen.

Der innere Bau des Raupenkörpers enthält eine weiche, unförmliche und gelb-Materie, die außer dem Eingeweidesack, den Seidenbehältnissen, den Luftröhren, demGehirn und Rückenmark , den ganzen Körper ausfüllt, nämlich den Fettkörpcr. Lyon-net in seinem liaite anatorniqne etc., einer Schrift, die ihn verewigt hat, zahlet inder Raupe der CoffuS-Phalane, außer den Nerven, Luftröhren und andern Gefäßen,zusammen viertausend und ein und sechzig Muskeln.

Die meisten Insekten und auch die Käfer, haben theils unfüßige, theils sechsfüßigeLarven init zwölf bis dreyzehn Ringen, manche mit sehr kurzen Antennen. Die Blatt-wespenlarven sind unter den sogenannten eigentlichen Larven die einzigen, die mehr Füße,

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