Die Kleinkäfer. 93
Man sehe Bechsieins kurze aber gründliche Musterung aller re. Gotha 1792. S.
162.
Herr Däzel a. a. O. empfiehlt, außer der Schonung der Vögel auch nochtheils die Abschaffung der Schneidt, theils das Niederhauen einer ganzen von Jnsecten an-gegriffenen Strecke Holz zu einer Zeit, wo das Jnsect im unvollkommenen Zustandesich in den Bäumen befindet ; theils die Nachtfeuer, welche aber nicht zu groß, und nichtbey der Dürre gemacht werden dürfen. Allein letzteres scheint uns bey Diesem Jnsect nichtso anwendbar als bey den Nachtfaltern.
2. Der Kiefern-Borkenkäfer. Bostrichus pinastri. Beeilst.
Kemizeichm der Art.
Käfer: Er ist bald rostbraun bald kastanienbraun, die Flügeldecken heller alsder Halsschild; die langsstreifigen Flügeldecken sind zurückgeschlagen, stark gezahnt, als obsie ausgefreffen wären, lind haben oben an der Seite einen glatten dunkeln Höker.
Larve: Weiß mit einem kleinen rostbraunen Kopfe, und einer kaum merklichenRückenlinie.
Beschreibung des vollkommnen Insekts.
Er ist drey bis drey und eine halbe Linie lang, also noch einmal so groß und schwerund oft noch größer und schwerer, als der vorhergehende, mehrenthcils rostbraun aber auchkastanienbraun, selten noch dunkler, niemals in Freyheit hellgelb, ob er gleich unter derRinde, wie fast alle Käfer, die noch nicht an der Luft gewesen, gelb ist, und zwar Heller undgelber als der vorhergehende. Kinnbacken und die schragliegenden bohnenförmigen, chagrinir-ten Augen und die Unrerflügel sind schwarz. Der vorne haarige, hinten zu glatte hohlpunk-tirte Halsschild ist, wie die mit sehr deutlichen Hohlpunktstreifen versehenen Flügeldecken, wiegesagt, rostbraun oder kastanienbraun, ersteres allezeit Heller als letzteres und der Kopf nochHeller, also am allerhellsten. Die Flügeldecken haben oben an der Queernath fast in derMitte des Flügels einen glatten schwärzlichen oder vunkelkastanicnbraunen unpunktirten Hö-ker, von welchem aus mehrere Hohlpunktstreifen, wie aus einem Punkte, nach den Seitender Flügeldecken ausgehen und am Hintcrrande stehen sieben dreyeckige Zähne oder Zacken,wovon der mittelste oder vierte der größte ist, und oben einen schwärzlichen starken, glän-zenden Kopf hat, die andern oben aber nur abgerundet sind, aber auch schwärzlich glänzen,und der hinterste sich als eine Kante ausbreitet und die Flügel schließt. Diese Zacken bil-den wie beym vorhergehenden im Kreis herum gleichsam eine Krone, deren Höhlung hohlpunkrirt ist. Er ist fast überall mit blonden Haaren besetzt, vorzüglich stark an den Sei-ten hin.